Groß-Rohrheim

Bürgermeisterwahl Groß-Rohrheimer SPD lädt Kandidaten ein

Holdefehr stellt sich vor

Groß-Rohrheim.Da haben einige nicht schlecht gestaunt. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Groß-Rohrheimer Sozialdemokraten präsentierte sich ein neuer Kandidat für die Bürgermeisterwahl. Die Freien Wähler/Bürger für Groß-Rohrheim (BfGR) hatten den Namen schon kurz zuvor ins Gespräch gebracht: Sascha Holdefehr hatte auch bei der BfGR um Unterstützung geworben. Holdefehr ist in Groß-Rohrheim bestens bekannt, hat er sich doch als Handballspieler und Trainer einen Namen gemacht. Seine Kandidatur ist im Ort längst kein Geheimnis mehr. Wohl auch wegen ihm waren viele Gäste in den Treff 21 gekommen.

Rainer Bersch fasst sich kurz

Auch der amtierende Bürgermeister Rainer Bersch war dabei. Der Amtsinhaber, der im März bereits zum dritten Mal antreten wird, fasste sich kurz. „Viel zu meiner Person muss ich euch ja nicht sagen. Ich trete erneut an und werde dies wieder als unabhängiger Kandidat tun, auch wenn ich ja Mitglied der SPD bin“, sagte Bersch. Auf die Frage, warum er denn als unabhängiger Kandidat antreten wird, antwortete Bersch, das habe historische Gründe. Es wurde von den Wählern so akzeptiert, „und das ist meine Einstellung“. Die Verwaltung werde er so weiter führen wie bisher, fügte Bersch noch an.

Sein Herausforderer ist von Beruf Diplom-Finanzwirt. Zurzeit arbeitet er beim Finanzamt Darmstadt. Neben seiner Tätigkeit als Handballtrainer hat Holdefehr sich auch zum Personal-Trainer ausbilden lassen. „Warum ich diesen Job machen will? Das resultiert aus Gesprächen und Erfahrungen im Freundes- und Bekanntenkreis“, berichtete er. Schon vor Jahren habe er Gespräche mit dem Bürgermeister von Laudenbach geführt, der ihm seine Tätigkeit beschrieb. „Das hat mir gefallen“, sagte der Kandidat, der ebenfalls als Unabhängiger ins Rennen gehen will. In einem Nebensatz deutete er: „Ich bekomme vermutlich sowohl die Unterstützung der CDU wie auch der BfGR“, sagte Holdefehr.

Wichtig sei ihm, dass Entscheidungen des Bürgermeisters transparent sind. Er möchte den Ortskern neu beleben, die Gemeinde soll weiter wachsen, auch das Gewerbegebiet. Hier schlägt Holdefehr vor, den Hebesatz möglicherweise abzusenken. Auch eine Art Ruftaxi sieht er als sinnvoll an.

Eine endgültige Entscheidung, wen die SPD-Mitglieder letztlich unterstützen, wird am 12. September fallen. Dann findet im Rathaus um 20 Uhr eine zweite außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Auch die BfGR will sich bis dahin festlegen. Die Frist, sich als Kandidat zur Bürgermeisterwahl anzumelden, endet in der ersten Januarwoche 2020, gewählt wird am 15. März. mibu/sbo

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