Groß-Rohrheim

Handball-Bezirksoberliga Groß-Rohrheims Trainer sieht seinen Heimatverein ESG Erfelden in der Favoritenrolle

Holdefehrs Begegnung mit dem „Ex“

Groß-Rohrheim.Bereits heute Abend kommt die Mannschaft der Stunde in die Bürgerhalle: Bezirksoberliga-Aufsteiger TV Groß-Rohrheim erwartet um 20 Uhr die mit starken 6:0 Punkten in die Saison gestartete ESG Erfelden. „Natürlich freut mich das für den Verein“, betont TVG-Trainer Sascha Holdefehr. „Aber auch wenn es mein Heimatverein ist und ich Erfelden den Erfolg gönne: Wir wollen die Punkte natürlich hier in Groß-Rohrheim behalten.“

Holdefehr kommt gebürtig aus Erfelden und da war es naheliegend, dass er auch bei der dortigen Handball-Jugend seine ersten Schritte machte. Genauso folgerichtig war es, dass er von 2008 bis 2015 das Männer-Team der ESG coachte. Nach kontinuierlicher Aufbauarbeit feierte er mit der Mannschaft dann 2011 den Aufstieg in die Bezirksoberliga und damit genau in die Spielklasse, in die er nun auch den TV Groß-Rohrheim geführt hat.

„Ich kenne die Mannschaft Erfeldens bis auf zwei, drei Ausnahmen sehr gut“, hat sich der Kader laut Holdefehr seit seinem Wechsel nach Groß-Rohrheim kaum verändert. Dass die ESG so gut in die Runde gestartet ist, überrascht den erfahrenen Coach allerdings schon etwas: „Sie hatten mit Bauschheim, Roßdorf und Bonsweiher ja auch nicht die leichtesten Gegner. Da kann man auch schnell mal einen Punkt liegenlassen“, erinnert Holdefehr an das vergangene Wochenende mit seinem TVG beim SV Erbach: „Da hat jeder im Vorfeld von einem Pflichtsieg gesprochen. Ich habe eindringlich gewarnt, aber man hat es scheinbar nicht unbedingt geglaubt“, ärgert er sich noch immer über das 25:25-Remis. „Jetzt wollen wir natürlich versuchen, wieder einen Sieg zu landen, auch wenn ich Erfelden zumindest leicht in der Favoritenrolle sehen.“

Besonders die personelle Situation bereitet Sascha Holdefehr etwas Kopfzerbrechen. Sebastian Haas plagt sich noch immer mit einer Blessur an der Schulter herum, konnte am Dienstag auch nicht trainieren. Ebenfalls fehlte Kevin Kehl, der zwar seine Oberschenkelzerrung auskuriert hat, aber mit einer Erkältung ausfiel. „Ich hoffe, dass er gegen Erfelden wieder auflaufen kann. Bei Sebastian Haas bin ich da schon skeptischer“, so Holdefehr. Definitiv fehlen wird Florian Olf, der privat verhindert ist. „Er ist auf einer lange geplanten Veranstaltung. Dann wurde unser Spiel verlegt – da lässt sich dann auch nichts mehr machen“, erklärt der Trainer.

Erst siegen, dann feiern

Immerhin wurde die Verlegung problemlos zwischen den beiden Vereinen ausgemacht. Ursprünglich war die Partie auf Sonntagnachmittag terminiert, aber da macht der Groß-Rohrheimer Kerwe-Verein seinen Wochenendausflug. „Da einige aus der Mannschaft auch dort aktiv sind – beispielsweise die Haas-Brüder – wollten wir das schon verlegen. Immerhin kann ich jetzt auch mitfahren“, freut sich Holdefehr auf den Kurztrip auf den Cannstatter Wasen. „Aber so eine Tour macht natürlich viel mehr Spaß, wenn man am Tag vorher gewonnen hat.“ me

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