Groß-Rohrheim

CDU-Fraktionssitzung Für Bauernmarkt stellt sich Standortfrage

Holzhaus in der Allee vorgeschlagen

Groß-Rohrheim.Die Groß-Rohrheimer CDU hatte im Rathaus zur offenen Fraktionssitzung mit Christa Rupp, Vorsitzende des Arbeitskreises Bauernmarkt, eingeladen. Man wollte von ihr wissen, was das Organisationsteam und die Marktbeschicker zum Thema Standort sagen. „Uns von der Kommunalpolitik ist noch nicht klar, ob wir jetzt handeln sollen. Eigentlich ist ja bereits Geld im Haushalt vorgesehen für die Zukunft des Marktes in der Allee“, sagte Kurt Kautzmann.

Man wolle aber nicht über die Köpfe der Marktteilnehmer bestimmen, wenn die sich vielleicht etwas anderes wünschen. So bat man Christa Rupp um eine Stellungnahme. Und die hatte gleich mehrere Argumente parat, die überwiegend für den derzeitigen Standort im Rathaus-Innenhof sprechen. „Es gibt im Arbeitskreis keine gemeinsame Meinung“, sagte Rupp.

„Ich bin bei der Thematik hin- und hergerissen“, so Rupp. Für den Innenhof sprechen die vorhandene Toilettenanlage sowie die Möglichkeit, bei Regen in die Scheune zu gehen. Ihr gefällt auch das Ambiente. „In der Allee verliert sich unser Markt manchmal etwas.“

Das Hauptproblem am aktuellen Standort seien mögliche Veranstaltungen in der Scheune am darauffolgenden Tag. Dann müsse alles bis Samstagfrüh besenrein übergeben werden. „Hier ist bei uns noch nicht alles ideal organisiert“, deutete Rupp selbstkritisch an. Problematisch werde es vor allem, wenn das Scheiertheater spielt. „Notfalls würden wir dann den Markt auch mal ausfallen lassen, bliebe er hier am Standort.“

Dann gebe es noch die Problematik der Gerätschaften wie Kühltheke, Kühlschrank, Pavillons und Biertischgarnituren, die immer wieder auf- und abgebaut werden müssen und einen Abstellplatz benötigen. Fast alles spreche demnach für einen Verbleib am aktuellen Standort. Sollte jedoch eine neue Infrastruktur geschaffen werden, dann könnte man sich aber auch die Verlagerung zurück in die Allee vorstellen. Zumal es dort nach den Umbauarbeiten an den Bahnsteigen mehr Platz in der Breite gebe. „Uns wäre es wichtig, wenn die Kunden und diejenigen, die zur Kuchentheke kommen, einen Bereich haben, der überdacht ist“, ergänzte Rupp. In der Allee wäre Platz für einen festen Pavillon aus Holz, der einen dauerhaften Standort benötige.

Zuschuss steht bereit

Hierzu hatte die CDU einen Vorschlag. In einem Holzhaus mit etwa 60 Quadratmeter Grundfläche und begrüntem Schrägdach könnten zwei Toiletten und der benötigte Wasseranschluss untergebracht werden. Außerdem könnten darin eine Fläche zum überdachten Sitzen sowie einen Unterstellraum für die Gerätschaften geschaffen werden. Wie Kautzmann anfügte, würde eine solche Lösung rund 60 000 Euro kosten. Für die Allee seien für den Bau eines Toiletten- sowie eines Gerätehauses 100 000 Euro veranschlagt. Die Mittel stammen vom Landeszuschuss über 750 000 Euro, den Groß-Rohrheim bekommt.

Die Edelvariante zeigte Kautzmann dann auch noch und präsentierte ein Foto vom Holzpavillon, der auf der Bürstädter alla hopp!-Anlage steht. Nur diese Holzkonstruktion alleine würde aber 120 000 Euro kosten. Rupp nahm den CDU-Vorschlag mit und wird ihn dem Arbeitskreis und den Marktbeschickern präsentieren. mibu

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