Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga TV Groß-Rohrheim braucht nach dem 20:33 gegen Rodgau/Nieder-Roden dringend einen Weckruf

„Irgendwie leblos“

Groß-Rohrheim.Ernüchterung machte sich am Sonntagabend bei den Landesliga-Handballern des TV Groß-Rohrheim breit: Beim seitherigen Tabellennachbarn HSG Rodgau/Nieder-Roden unterlag der Aufsteiger aus dem Ried deutlich mit 20:33, war beim 6:18 zur Pause praktisch schon geschlagen. „Was wir letzte Woche bei unserem Heimsieg gegen Roßdorf/Reinheim gut gemacht haben, haben wir heute wieder schlecht gemacht“, ärgerte sich Trainer Sascha Holdefehr. „Nieder-Roden war schon gut, aber wir auch einfach schlecht – vor allem im Angriff“, so der Übungsleiter.

Dass sich während der Partie auch noch Oliver Sziebert das Knie verdrehte, Niklas Fries auf den Rücken knallte und nicht mehr mitwirken konnte und Philip Kautzmann mit einer Handverletzung ausschied, machte das Desaster perfekt. „Ich hoffe, dass jetzt nicht auch noch alle drei Ausfallen. Dann sieht es richtig bitter aus“, blickt Holdefehr auf die nächsten Aufgaben: „Wir haben jetzt noch zwei Auswärtsspiele und das gegen Mannschaften, die in guter Form sind. Das wird richtig schwer und wenn wir nicht bald den Hebel wieder umlegen, dann bekommen wir ernsthafte Probleme“, blickt der Trainer auf die Konstellation im Tabellenkeller. Aktuell ist der TVG Drittletzter und bei bis zur fünf Absteigern muss man kein Prophet sein, um dem Aufsteiger den Abstiegskampf vorauszusagen.

Holdefehr bedient

„Wir können uns nicht auf unsere Heimstärke verlassen und auswärts alles vermissen lassen“, bringt es Holdefehr auf den Punkt und sendet einen Weckruf an seine Spieler: „In der Landesliga beginnt der Leistungshandball. Da muss man sich mit seinem Sport beschäftigen, muss sich darauf konzentrieren und die richtige Einstellung an den Tag legen. Da reicht es nicht mehr, unter der Woche ein bisschen zu Trainieren und dann am Wochenende zu den Spielen zu fahren und zu denken, das läuft von alleine. Landesliga-Handball ist kein Selbstläufer.“

In Nieder-Roden stand der TVG in der Deckung eigentlich noch ganz ordentlich, hatte zudem in Jonas Sartorius einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Doch in der Offensive kauften die Gastgeber mit ihrer körperlichen Robustheit den Groß-Rohrheimern früh den Schneid ab.

10:4 stand es nach 18 Minuten, beim 5:16 (29.) war der Rückstand des TVG auf elf Treffer angewachsen. „Wir sind nicht mehr dorthin gegangen, wo es wehtut“, so Holdefehr. Zudem hatte Nieder-Roden Groß-Rohrheims Torjäger Andreas Ochs gut im Griff und von den anderen Positionen kam einfach zu wenig Entlastung. „Das fühlte sich irgendwie leblos an“, bemängelte der TVG-Coach, der auch in der zweiten Hälfte seine Mannschaft deutlich unterlegen sah. Spätestens beim 11:27 (43.) war die Entscheidung gefallen. „Mir fehlte heute einfach auch der absolute Wille, hier noch etwas zu holen. Nieder-Roden hat das richtig gut gemacht, wir haben uns ergeben“, war der erfahrene Coach erstmals in dieser Runde so richtig bedient. „Wir haben häufig gut gespielt und gegen einen stärken Gegner verloren. Das kann passieren. Aber diesmal haben wir uns viel zu früh ergeben.“

TVG-Tore: Ochs (8/5), Sziebert, Ehlert, Till Haas (je 3), Fries (2), Olf (1). me

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