Groß-Rohrheim

Offene Gartenpforte I Konzerte und Kunst in der Kulturscheune

Jazz und Aquarelle sorgen für leichte Beschwingtheit

Biblis/Groß-Rohrheim.In Zusammenarbeit mit der Kulturscheune Wattenheim veranstaltet die Musikkiste Groß-Rohrheim einige Gartenkonzerte, die während der Veranstaltung Offene Gartenpforte Hessen stattfinden. Am Wochenende, 8. und 9. Juni, öffnen kleine und große Gartenparadiese in ganz Hessen. Mit dabei sind Martina Rausch und Hans Schader mit ihrem Garten in der Kirchstraße 44 in Biblis, der Pfarrgarten in Wattenheim und der Garten von Eva und Adrian Steier-Bertz in Wattenheim, in deren Kulturscheune, Rheinstraße 40, die Gartenkonzerte stattfinden.

Am Samstag, 8. Juni, spielen von 14 bis 18 Uhr „Outline 73“. Die Band hat sich ganz dem Modern Jazz der 50er und 60er Jahre verschrieben. Mit dabei ist auch „Moonriver Project“: Die Sängerin Christina Zahrt und der Pianist Norbert Paul kennen sich aus der Grundschule. Als Duo spielen sie vor allem ein ausgewähltes Repertoire an Standard-Jazzballaden, betreten aber auch gerne mal anderes musikalisches Terrain.

Groovige Sounds

„Free Erica“ vereint Musikenthusiasten aus Südhessen, die sich nur ungern in musikalische Schubladen stecken lassen wollen. Die Musiker interpretieren ausschließlich Musik aus der eigenen Feder, in denen spannungsreicher Experimentaljazz auf traditionelle, groovige Sounds oder auch lyrisch-träumerische Harmonien trifft. Die Breite und Stilistik der Stücke reicht von modernem Jazz bis hin zu neuer Musik mit Einflüssen von Ska, Blues, Bossa-Nova und Funk.

Start der Gartenkonzerte am Sonntag, 9 Juni, ist um 14.30 Uhr. „Schümelage“ präsentiert Swing und Chanson, Standards und eigene Kompositionen: Jazzige Musik mit französischem Touch à la Django Reinhardt. Mit dem Song „Do schteck’sch net drin“, gewann Stefan Umhey 2019 den ersten Song-Contest der Stadt Heidelberg. Er kommentierte den Sieg mit einer hochdeutschen Übersetzung seines siegreichen Songtitels: „Man könne ja nie wissen, was kommt!“. Zu hören ist der singende Gitarrist mit Rita Röstling an der Percussion und dem Kontrabassisten und Gastgeber Adrian Steier-Bertz.

Die Kulturscheune bietet den Besuchern zu den „Tagen der offenen Gartenpforte“ nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch für die Augen. Durchgehende Ausstellungen sind: Mensch und Balance – Objekte von Rainer Bühl. Seine Plastiken sind Bilder, die Schatten werfen. Es geht ihm nicht nur um die Interaktion von Form, Volumen und Raum, er möchte das Mensch-Sein in seiner Vielfältigkeit zeigen und Gefühle visualisieren. Die Arbeiten des Künstlers möchten zur Selbstreflexion einladen, aber auch Brücken schlagen und Mut machen. Die Auseinandersetzung mit den gewählten Themen ist für den Künstler so wichtig wie die eigentliche Produktion und die damit verbundenen Herausforderungen von Material und Form.

Zu sehen sind außerdem Aquarelle der Leichtigkeit von Rita Rössling. Sie malt und kreiert oft „schwere Themen“ und nimmt sich zwischendurch Zeit, ihre „Aquarelle der Leichtigkeit“ zu malen. Zunächst hat sie diese gar nicht als Kunst, sondern eher als Nebenprodukt ihrer eigentlichen Kunst wahrgenommen.

Durch die Ausstellung ergibt sich somit ein Abbild ihrer Entspannungsarbeiten, die mit ihrer lebendigen, verspielten Leichtigkeit einen Eindruck der Kehrseite ihrer tiefgründigen eigentlichen Kunst ermöglichen.

Die in Lorsch geborene Künstlerin studierte Psychologie in Heidelberg und folgte dann ihrem Ruf zur Kunst durch ein Studium an der freien Kunstakademie Mannheim. Sie wurde in dieser Zeit durch ein Stipendium des Lionsclub gefördert. Seit 1994 ist sie Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (BBK) und engagiert sich in der Künstlergruppe 79 in Heidelberg. red

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