Groß-Rohrheim

Umgangsformen Sowohl der Bürgermeister als auch der Herausforderer lehnen persönliche Angriffe der Fraktionen ab

Kandidaten wollen sachlichen Stil

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Der Haushalt erst im Januar beschlossen, persönliche Angriffe von SPD und Freien Wählern gegen die Person Rainer Bersch. Moderator Martin Schulte schildert das Klima zwischen den einzelnen Fraktionen der Gemeindevertretung und dem Bürgermeister und stellt die Frage, wie der Wahlsieger die Fraktionen in der Gemeindevertretung wieder zusammenbringen will.

Rainer Bersch kennt das Problem. Der 57-Jährige ist zwar seit mehr als 25 Jahren Mitglied der SPD, trat aber bereits bei seiner ersten Wahl im Jahr 2008, als unabhängiger Kandidat an. Damals war er Mitarbeiter der Groß-Rohrheimer Gemeindeverwaltung. Die SPD schickte Karsten Krug ins Rennen. „Auch damals habe ich Gegenwind erhalten“, sagt Bersch. Wird er wieder gewählt, will er „sachlich“ mit den Gemeindevertretern zusammenarbeiten. „Es sollten beide Seiten aufeinander zugehen“, betont er.

Herausforderer Sascha Holdefehr ist parteilos, wird aber von der SPD aufgestellt und von den Freien Wählern/Bürger für Groß-Rohrheim unterstützt. Dennoch grenzt er sich von dem politischen Stil der beiden Parteien ab. „Es ist für mich nicht akzeptabel, dass es gegen die Person Rainer Bersch geht“, macht er deutlich. Er sehe sich als Brückenbauer und habe auch entsprechende Gespräche geführt. „Seither wird der Stil so nicht mehr gefahren“, so Holdefehr.

Der 48-jährige Diplom-Finanzwirt, der beim Finanzamt Darmstadt arbeitet, möchte frischen Wind in die Politik bringen. Er ist der Meinung, „dass es nicht schnell genug vorangeht“ in Groß-Rohrheim. Deshalb habe er viele Gespräche geführt und sich in Nachbarkommunen umgesehen. „Ich habe viele eigene Ideen“, betont der Handballtrainer, der dieses Amt beim TV Groß-Rohrheim allerdings wegen seiner Kandidatur abgeben wird. kur

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