Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga TV Groß-Rohrheim reist zum Abstiegsduell nach Offenbach

Kräftemessen mit den Kickers

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Das nächste Kellerduell wartet am Samstagabend auf die Handballer des TV Groß-Rohrheim. Eine Woche nach dem 29:27-Heimsieg gegen den Drittletzten Umstadt/Habitzheim fährt der TVG als Vorletzter zum Viertletzten der Landesliga, den Offenbacher Kickers.

„Das ist eine machbare Aufgabe“, ist Groß-Rohrheims Trainer Sascha Holdefehr überzeugt. Allerdings ist dem TVG-Coach auch nicht verborgen geblieben, dass die Offenbacher in den vergangenen Wochen gut drauf waren und sich auch im Aufwärtstrend befinden. Gespannt ist Holdefehr besonders auf die Abwehrformation der Gastgeber: Offenbach bevorzugt eine extrem offensive Deckung, nimmt in der 3:3-Formation die gegnerischen Rückraumspieler meist schon an der Mittellinie an. „Das haben sie auch im Hinspiel bei uns versucht, aber wir kamen recht gut damit klar und haben ja auch gewonnen“, erinnert der Trainer an den 41:33-Sieg aus dem November. Gerade in eigener Halle versucht der OFC immer wieder mit der offenen Abwehr und hohem Tempo im Umschaltspiel die Gegner unter Druck zu setzen.

„Sehe uns gut gewappnet“

Und dass dies aufgehen kann, zeigte Offenbach zuletzt mit einem 29:28-Erfolg gegen den Tabellendritten Gelnhausen. „Das zeigt noch einmal deutlich, dass wir es mit einem gefährlichen Gegner zu tun bekommen“, unterstreicht Holdefehr, der seine Mannschaft aber gewappnet sieht: „Wir haben einige Spieler, denen solch eine Deckung liegt“, erinnert er an die schnellen Niklas Fries, Till Haas und den A-Jugendlichen Marcel Banghard, aber auch an seinen Goalgetter Andreas Ochs. „Das sind alles Spieler, die die Grundschnelligkeit und das Eins-gegen-Eins-Verhalten haben, um so eine Abwehr zu überwinden. Und konditionell sehe ich uns auch gewappnet“, so Holdefehr.

Sollte sein Team aber widererwarten Probleme gegen die Offenbacher Defensive bekommen, hat Holdefehr gemeinsam mit Andreas Ochs, der am Donnerstagabend das Training für den verhinderten Coach übernahm, sich auch taktische Varianten parat gelegt. Das reicht vom siebten Feldspieler bis hin zum Spiel mit drei Kreisläufern.

„Aber ich denke, angesichts unserer Möglichkeiten ist die erste Variante, die Deckung klassisch zu überwinden“, setzt Holdefehr auf die Fähigkeiten seiner Spieler, zumal wieder alle Mann an Bord sind. In der eigenen Deckung gilt es neben dem OFC-Haupttorschützen Carl-Philipp Erk auf Linksaußen besonders die beiden Rückraumspieler Michael und Christian Weis in den Griff zu bekommen: „Sie sind der Dreh- und Angelpunkt im Offenbacher Spiel“, so Holdefehr.

Eines will der erfahrene Trainer aber unter allen Umständen vermeiden: Druck aufzubauen. „Jeder bei uns kann die Tabelle lesen, jeder weiß, worum es geht. Aber wir dürfen nicht verkrampfen. Wir müssen mit Spaß an die Sache herangehen, müssen uns auf uns konzentrieren und dann werden wir sehen, was am Ende raus kommt.“

Sollte es zu einem Sieg reichen, dann wäre der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt, aber selbst im Falle einer Niederlage sieht Holdefehr noch „alle Chancen. Es werden noch genügend Punkte vergeben“. me

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