Groß-Rohrheim

Schützenverein Zuschuss von 5000 Euro für Dachsanierung

Landrat Engelhardt probiert Duellpistole aus

Groß-Rohrheim.Mit einem Förderbescheid in Höhe von 5000 Euro kam Landrat Christian Engelhardt am Mittwochabend zum Schützenverein Groß Rohrheim. Engelhardt wollte sehen, welcher Verein hinter dem „legendären Imbisswagen“ steckt. „Ich hatte den Wagen der Rohrheimer Schützen auf dem Mannheimer Maimarkt gesehen. Als es nun darum ging, den Bescheid zu überreichen, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, einmal persönlich vorbeizukommen, um den Verein kennenzulernen“, sagte der Landrat.

Zahlreiche Mitglieder waren dabei, denn mittwochs steht das wöchentliche Schieß-Training an. Vorsitzender Hermann Schmitzer sowie zwei weitere Vorstandsmitglieder begleiteten Engelhardt beim Rundgang über das weitläufige Vereinsgelände. Er schaute sich den großen Gartenbereich mit einer kleinen Schießbude sowie einem größeren Gebäude für Feierlichkeiten an. Dieses nutzt der Schützenverein beispielsweise, wenn er alljährlich die Ferienspielkinder einlädt. Außerdem bietet der Verein Interessenten regelmäßig die Gelegenheit zum Schießen mit Pfeil- und Bogen.

Zielscheibe im Visier

Fasziniert äußerte sich der Landrat über die große Schießanlage. Auf der Zehn-Meter-Anlage übten gerade einige Mitglieder mit der Luftpistole. Diese Gelegenheit ließ sich Engelhardt nicht nehmen, um auch einmal auf die Zielscheibe anzulegen. „Diese modernen Luftpistolen sehen beinahe futuristisch aus“, fand er. Anschließend ging es dann zur 25-Meter-Anlage im Freien. Mit 20 Plätzen ist sie aktuell die größte im Kreis Bergstraße. „Das war damals extra so geplant, weil früher der Werkschutz des Kraftwerks Biblis zum Üben herkam“, erklärte Matthias Czanderle. Nach den futuristischen Luftpistolen erlebte der Landrat hier das Gegenteil: Konrad Dormick hatte seine Duellpistole dabei, ein „moderner“ Vorderlader mit einer 45er Kugel. Engelhardt probierte einen Schuss in Richtung 25-Meter-Zielscheibe und war überrascht von der Rauchentwicklung der Waffe. Die Pistole wird nicht mit Patronen, sondern mit Pulver, Zündplättchen und einer extra Kugel geladen.

Der Schützenverein hat das marode Dach des Vereinsheims und des großen Gebäudes im Garten saniert – in Eigenleistung und mit Eigenmitteln in Höhe von 32 000 Euro. Neben dem Kreis fließen auch Zuschüsse vom Land, der Gemeinde und vom Landessportbund, insgesamt 22 000 Euro. Der Verein zählt 115 Mitglieder und richtet wegen des großen 25-Meter Schießstandes die Kreismeisterschaft aus. Die aktiven Schützen nehmen regelmäßig an Meisterschaften teil. mibu

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