Groß-Rohrheim

Ausschuss Bewegungsparcours in Groß-Rohrheim erneut Thema / Kosten von 100 000 Euro

Laufstrecke und Sportgeräte geplant

Archivartikel

Groß-Rohrheim.In seiner jüngsten Sitzung beriet der Sport- und Kulturausschuss Groß-Rohrheim erneut über das Thema Bewegungsparcours. Die Idee hatten die Christdemokraten angestoßen. Das Thema war zuletzt heftig diskutiert worden.

Der Bewegungsparcours ist Teil des noch genau festzulegenden Sportstättenplans. Da man aber die Auftragsvergabe möglichst rasch voranbringen möchte, waren die Bereiche Laufstrecke sowie der Platz mit den Sportgeräten gesondert beraten worden. Zur Sitzung war auch wieder Landschaftsplaner Rolf Schepp eingeladen.

Nach einer kurzen Einleitung, in der Schepp noch einmal den aktuellen Stand der Planungen erläuterte, ging dieser auf Änderungen ein, beispielsweise auf die Lage der Boule-Anlage. Diese soll nun nicht mehr zwischen Kleinsportfeld und Tennisplatz ihren Standort haben, sondern in der Nähe des Vereinsheims des FC Alemannia, am Durchgang zum Fußballplatz. Hier wäre Platz für insgesamt 16 Boule-Bahnen. Um dies realisieren zu können, musste der Ausschuss den bereits im Juni getroffenen Beschluss aufheben, was später auch einstimmig geschah.

Die neue Laufbahn, die sich um den zukünftigen Winterrasenplatz schlängelt, soll einen Belag aus Holzhackschnitzeln bekommen. Darin waren sich alle nach kurzer Diskussion einig. Allerdings bedeutet dieser Belag höhere Pflegekosten, denn die Holzschnitzel, die ja natürlichen Ursprungs sind, lösen sich mit der Zeit auf. Allerdings hoffen die Politiker, dass Bürger beim Auftragen des Materials helfen.

Kraft und Beweglichkeit stärken

„Diese Laufstrecke nennt man auch Finnenbahn. Der Untergrund ist ideal für den Breitensport. Das Ganze soll ja keine Wettkampfstrecke werden“, erklärte Ekkehard Faatz. Der Sportlehrer, der alljährlich die Sportlerehrung der Gemeinde moderiert, war als fachkundiger Bürger zur Sitzung eingeladen worden. Planer Schepp hatte vorgeschlagen, die Bahn zwei Meter breit anzulegen, was allgemein Zustimmung fand. Deren Länge beträgt etwa 500 Meter.

Länger diskutiert wurde anschließend über die Auswahl der Sportgeräte, die allesamt im Nordosten des Geländes aufgestellt werden sollen. Sofern dies finanziell machbar ist, sollen zehn Geräte installiert werden: für die Bereiche Kraft, Mobilität, Koordination, Beweglichkeit sowie Calisthenics. Letzteres steht als Überbegriff für Geräte, an denen mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird, beispielsweise Liegestütze, Kniebeugen oder Klimmzüge. Die Geräte sollen sich für jeden eignen – mit einfachen Übungen.

Faatz zeigte sich begeistert und nannte hier das „Speck-weg-Eck“ am Fußballplatz Rodau. „So ähnlich stelle ich mir das auch für Groß-Rohrheim vor“, sagte Faatz. Planer Rolf Schepp präsentierte mehrere Möglichkeiten: unter anderem eine Hangelstrecke, ein Fitnessfahrrad, einen Rücken- sowie Wadentrainer, einen Stepper, einen Beinheber oder ein Gerät für Sit-ups.

Schepp rechnet für Laufbahn und Sportgeräte mit Kosten von rund 100 000 Euro. Der Ausschuss votierte einstimmig dafür und gab die Empfehlung an das Gemeindeparlament weiter. Finanziert werden soll die Anlage aus den 750 000 Euro, die Groß-Rohrheim als Ausgleich für nicht vorhandene Kassenkredite vom Land Hessen bekommen hat.

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