Groß-Rohrheim

Zirkus Projekt mit der Artistenfamilie Hein in Groß-Rohrheim

Lindenhof-Schüler erobern Manege

Groß-Rohrheim.Zauberei, Artistik und Clownerie standen drei Tage lang auf dem Stundenplan aller Lindenhof-Grundschüler. Denn zum dritten Mal hatte der altehrwürdige, 1933 gegründete Zirkus Hein sein Zelt vor der Bürgerhalle in Groß-Rohrheim aufgeschlagen. Doch nicht die ausgebildeten Zirkusleute waren die Stars in der Manege, sondern die rund 130 Grundschüler.

Im kleinen, feinen Zirkuszelt glitzerten goldene Fransen und Bordüren im Scheinwerferlicht. Schon beim Einmarsch der Zirkuskünstler, deren Kostüme Bewunderung hervorriefen, erklang Applaus unter der Kuppel. „Wir haben zwei Tage lang mit den Kindern trainiert“, erklärte Jeffrey Hein, der mit sechs Zirkuskünstlern die große Zirkus-Gala-Show einstudiert hatte. „Die Kinder waren sehr diszipliniert“, lobte er den Nachwuchs, der sich durch Feuereifer, Trainingsfleiß und Rücksichtnahme ausgezeichnet hatte.

Zwei lustige Clowns begrüßten das Publikum und gaben die Manege frei für eine sehenswerte Ziegenshow. Fünf ausgewachsene Böcke ließen sich von den Kindern auf Podeste locken, um dann über Holzplanken zu springen. Dabei hatte es so mancher tierische Darsteller ziemlich eilig, wartete doch am Ende ein Leckerli auf die Tiere.

Kaum hatte sich der Applaus von Eltern, Großeltern und kleineren Geschwisterkindern gelegt, ließen die Kunststücke der Jongleure den Atem stocken. Dabei wirbelten sie Reifen, Bälle und Tücher geschickt durch die Luft. Anschließend verblüfften die Magier mit ihren Tricks die Zuschauer. So zauberten sie ein Meerschweinchen herbei und verwandelten es anschließend in ein kuscheliges Häschen.

Kunststücke auf dem Drahtseil

Clowns brachten das Publikum zum Lachen. Dabei vermischte sich der Geruch von Heu. Stroh und Sägespänen mit dem Element Feuer, das unversehens als helle Fackel die Szenerie beleuchtete. Grazile Seiltänzerinnen – in weißen Tüllröckchen mit neckischen Sonnenschirm in der Hand – balancierten über das dünne Seil. Einer besonders begabten Artistin gelang es sogar, sich mit den Füßen in einer Radfelge stehend über das Seil zu bewegen.

In der Pause gab es Popcorn, Zuckerwatte, Würstchen, Getränke und Glitzerzauberstäbe. Ein wilder Trommelwirbel rief das Publikum auf die Plätze zurück. Es staunte über die dressierten Tauben und jubelte mutigen Akrobaten zu. Mit Mut und Körperbeherrschung bildeten sie eine beeindruckende Pyramide und betätigten sich als Fakire. Als wäre es das Normalste der Welt, legten sie sich mit freien Oberkörpern auf scharfe Glasscherben. Mit viel Applaus wurden aber auch Schlangentänzerinnen bedacht. Der Höhepunkt fand direkt unter der Zeltkuppel statt. Frei am Trapez hängend – und ohne Sicherung – zeigten die Groß-Rohrheimer Lindenhof-Artisten ihr Können.

„Es ist immer wieder ein wunderschönes Erlebnis für die Kinder und die Lehrer“, erklärte Schulleiterin Christiane Ritzert. Denn die talentierten Schüler hatten mit ihrer Begeisterung nicht nur sie angesteckt, sondern auch das Publikum, das zu zwei Vorstellungen eingeladen war. Am Ende der Vorstellung verabschiedeten die Erstklässler ihre Paten aus der vierten Klasse und übergaben Geschenke, die der Förderverein finanziert hatte.

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