Groß-Rohrheim

Brandschutz Katastrophenübung in Groß-Rohrheim gemeistert / Bersch sieht einige Mängel

Lob für gemeinsamen Einsatz der Wehren

Groß-Rohrheim.170 aktive Feuerwehrleute und Sanitäter nahmen am Samstag an der Katastrophenschutzübung im Gewerbegebiet von Groß-Rohrheim teil. Übungsziel: Das Zusammenwirken aller Einsatzkräfte aus Groß-Rohrheim, Lampertheim, Bürstadt, Biblis, Einhausen, Bensheim, Lorsch und Klein-Rohrheim sollte erprobt werden.

Das Übungsszenario: Auf dem Gelände der Firma Dest war ein Silobrand ausgebrochen. Sieben Personen waren danach verletzt und mussten geborgen und versorgt werden. Mit dabei waren außerdem das DRK sowie das THW Lampertheim. Zudem bekamen die Ehrenamtlichen Unterstützung: Das Teleskopgelenkmastfahrzeug aus Bürstadt wurde herbeigeschafft, außerdem ein Wasserwerfer und ein Mast aus Lorsch, um das Dach zu kühlen, wie Sachgebietsleiter Katastrophenschutz Heribert Koob erklärte.

Als Einsatzleiter bildete der Groß-Rohrheimer Wehrführer Rainer Donnerstag vier Abteilungen, die Hand in Hand mit den Atemschutzträgern zusammenarbeiteten – genauso wie mit den Feuerwehrleuten, die mit der Wasserversorgung beauftragt waren. „Diese mussten wir über Saugbrunnen herstellen“, erläuterte Sachgebietsleiter Koob, der sich mit der Zusammenarbeit der Wehren zufrieden zeigte.

Lob kam von Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller sowie von den Stadt- und Gemeindebrandinspektoren der beteiligten Wehren. Auch die Zusammenarbeit mit dem Zugführer des Sanitätszuges Bergstraße, Alexander Kreidner, und Markus Stracke von der Technischen Einsatzleitung hatte gut funktioniert.

Echte Einsätze im Anschluss

Seinen Dank sprach auch Rainer Bersch, Bürgermeister von Groß-Rohrheim, den aktiv Beteiligten aus. Auch an die Firma Dest richtete er ein Dankeschön. Bei der Nachbesprechung im Gerätehaus merkte Bersch allerdings an, dass einiges am Ablauf verbessert werden könne. So sollte der Funkverkehr im Bedarfsfall möglichst nicht nur auf einer Frequenz stattfinden. Doch die aufgefallenen „Mängel“ sollen bei einer Nachbesprechung genau analysiert und der Sonderalarmplan danach entsprechend optimiert werden.

Pech hatten die Bürstädter Feuerwehrkräfte. Statt beim gemeinsamen Mittagessen die Kameradschaft mit anderen Freiwilligen zu stärken, löste die Brandschutzanlage des neuen REWE-Marktes in den Lächnern einen Fehlalarm aus. Statt kräftigender Kost eilten die Brandschützer zum vermeintlichen Unglücksort – freuten sich am Ende aber, dass sie nicht zum Einsatz kamen.

Dafür mussten die Bibliser Kameraden gegen 14.30 Uhr zu einem tatsächlich Einsatz ausrücken, wie Sprecher Ralf Becker berichtete: In einem Wochenendhaus am Riedsee war ein Wasserrohr im ersten Obergeschoss gebrochen, hatte das gesamte Wohnhaus überflutet und stand kniehoch im Erdgeschoss. Die Decke wurde dadurch so stark durchnässt, dass die Einsatzkräfte nicht nach oben konnten. Sie saugten das Wasser mit Pumpen aus dem Gebäude ab. Das Haus sei bis auf Weiteres unbewohnbar, berichtet Ralf Becker abschließend. Fell/red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel