Groß-Rohrheim

Aktion Zahlreiche Menschen sammeln Geld für Eiswagen

Nach Unfall: Spenden für Eis-Toni

Archivartikel

Ried.In der ganzen Region nehmen zahlreiche Menschen Anteil am Schicksal von „Eis-Toni“, der am Sonntag einen schweren Unfall in Groß-Rohrheim hatte (wir berichteten). Über die sozialen Medien läuft derzeit ein Spendenaufruf, da sein Bus nicht mehr zu retten ist. Sandra Karacor-Szekely hat die Hilfe mit ihrer Schwester angeschoben und ist selbst überrascht: „Ich bin mehr als begeistert, wie viel Leute spenden und sich dafür einsetzen, dass Toni einen Neustart bekommt.“ Sie kennt ihn von Klein auf, weil sie eng mit seiner Tochter befreundet ist. „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit“, sagt die Bürstädterin. Bis Freitagabend kamen bereits mehr als 2100 Euro zusammen. Die Leute hoffen, dass er sich bald einen neuen Eiswagen kaufen kann.

Viele kleine Spenden zwischen 5 und 20 Euro gehen dabei ein – mit lieben Wünschen an den bekannten Lampertheimer. „Er ist sehr gerührt, dass ihm so viele Menschen helfen wollen“, erzählt seine Tochter auf Anfrage am Telefon. Allerdings habe er sich vier Rippen gebrochen und eine Platzwunde am Auge, daher leide er noch unter Schmerzen. Die Familie sei aber heilfroh, dass er sich nicht schlimmer verletzte. Immerhin hat sich sein Eiswagen überschlagen, nachdem er während der Fahrt ein Rad verloren hatte.

Trotzdem wolle der 67-Jährige unbedingt weiterhin Eis verkaufen, betont seine Tochter. „Das ist sein Leben. Das macht er schon, so lange ich denken kann.“ Seit mehr als 40 Jahren pendle er zwischen Lorsch, Einhausen, Groß-Rohrheim, Hofheim, Biblis und den Ortsteilen. Seine massive Glocke, die er mit der Hand läute, sobald er in einem Ort stand, sei übrigens heil geblieben bei dem Unfall. cos

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional