Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Für den TV Groß-Rohrheim zählt bei Schlusslicht HSG Fürth/Krumbach nur ein Sieg

„Natürlich haben wir Druck“

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Jetzt müssen Punkte her! Die Landesliga-Handballer des TV Groß-Rohrheim sind am Samstagabend beim abgeschlagenen Schlusslicht HSG Fürth/Krumbach am Ball – und wenn der TVG nicht selbst den Anschluss verlieren will, dann ist ein Sieg im Odenwald Pflicht. „Natürlich haben wir jetzt Druck. Wenn nicht beim Letzten, wo sonst wollen wir die dringend benötigten Punkte holen“, so Groß-Rohrheims Trainer Sascha Holdefehr.

Der Übungsleiter warnt zwar davor, die Fürther zu unterschätzen, aber seine Mannschaft habe allen personellen Problemen zum Trotz gut trainiert und sei sehr gut vorbereitet. „Wir kennen den Gegner sehr gut, wissen, worauf zu achten ist“, warnt Holdefehr in erster Linie vor Fabian Beye, dem Haupttorschützen der Gastgeber. „In den vergangenen Jahren war natürlich Henrik Richter so etwas wie die Lebensversicherung der Fürther, aber der ist ja inzwischen in die Dritte Liga gewechselt“, hat der TVG-Coach den erfolgreichen Weg des Keepers beim TVG Großsachsen verfolgt.

Trainerwechsel ohne Wirkung

Inzwischen ist Fürth auf der Torhüterposition nicht mehr so überragend besetzt, was sicherlich auch einer der Gründe für die sportliche Misere ist. Mit 0:32 Punkten und noch einem weiteren Abzug von fünf Zählern wegen fehlender Schiedsrichter ist die HSG nicht mehr zu retten, auch ein Trainerwechsel von Waldemar Rack zum jungen Stefan Eger hat im Dezember nicht die erhoffte Wende gebracht.

„Der Klassenerhalt ist nicht mehr drin“, gibt Eger denn auch zu, will aber die Saison noch nicht völlig abschreiben: „Wir wollen für jeden Gegner unbequem sein und natürlich jetzt gegen Groß-Rohrheim endlich die ersten Punkte holen“, so die Kampfansage des Fürther Übungsleiters.

Dabei könnte dem TV Groß-Rohrheim aber in die Karten spielen, dass bei den Odenwäldern mit Patrick Dreier und Michael Wagner zwei Leistungsträger ausfallen. Doch auch die Ried-Handballer haben nach wie vor personelle Probleme: Philipp Kautzmann hat Knieprobleme und konnte in dieser Woche nicht trainieren – und auch Torhüter Alex Wägerle plagt sich noch mit seiner Schulterprellung herum. „Das ist leider hartnäckiger als erwartet“, sieht Holdefehr einen Einsatz seiner eigentlichen Nummer eins noch nicht als sicher an. Erfreulich hingegen: Sebastian Haas hat nach mehrmonatiger Verletzungspause am vergangenen Wochenende erste Gehversuche bei der zweiten Mannschaft gemacht und blieb beschwerdefrei.

„Ich hoffe, dass es bei ihm am Samstag zu ersten Kurzeinsätzen reicht. Das wäre wichtig, um anderen Verschnaufpausen geben zu können und natürlich auch für die kommenden wichtigen Wochen“, so der TVG-Trainer. Schließlich geht es nach dem Fürth-Spiel zur HSG Biberau-Modau (9.), danach kommt Umstadt/Habitzheim (11.), ehe es die Partie bei den Offenbacher Kickers (12.) ansteht.

„Das sind richtungsweisende Spiele für uns. Wenn wir in Fürth gewinnen, uns Selbstvertrauen holen, dann können wir danach angreifen und den Anschluss wieder herstellen“, hofft Holdefehr, dass seine Mannschaft dem wachsenden Druck stand hält.

„Wir sind weiterhin im Rennen und ich bin überzeugt, dass wir am Ende drei Teams hinter uns lassen können“, betont er, um dann noch einmal die Bedeutung des kommenden Auswärtsspiels zu unterstreichen: „Wenn wir nicht in Fürth die Punkte holen, dann wird es für uns natürlich noch mal deutlicher schwieriger.“ me

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