Groß-Rohrheim

Offene Bühne Blues, Schlager und Komödiantisches

Neben der Musik kommt Lustiges gut an

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Wie schon oft kam auch diesmal bei der Offenen Bühne das Beste zum Schluss: die Band „Soundjack“ aus Gernsheim. Die Musiker Jörg Franz Adler (Orgel), Anetta Back (Gesang), Christian Heß (Schlagzeug, Gesang) und Karl Ludwig (Gitarre, Bass, Gesang) haben dafür ganz tief in der Kiste der Unterhaltungsmusik geschürft und in der Blues-Abteilung Melodien gefunden, die im strikten Rhythmus fast zum Tanzen einluden.

Munter swingend luden „Bad Bad Leroy Brown“, „Achy Breaky Heart“ und „These Boots Are Made For Walking“ zum Mitsingen und Mitklatschen ein. Weiter ging’s mit Joe Cockers „Unchain My Heart“ und „Valery“ von Amy Winehouse. Und zum Schluss zum Entschleunigen noch eine Rumba mit dem Titel „Who‘s Been Talking“. Als Zugabe hörten die Gäste noch „I Put A Spell On You“.

Seit einem dreiviertel Jahr gibt es die Gernsheimer Band „Soundjack“, die zum ersten Mal auf die Offene Bühne in Groß-Rohrheim trat und sich dabei auch gleich für weitere Veranstaltungen empfahl – das war dem sehr kräftigen Beifall des Publikums anzuhören. Die vier Musiker haben zum Teil sehr lange Erfahrungen in anderen Bands gesammelt.

Volkstümliches reißt Gäste mit

Den Abend im Saal des Restaurants Zorbas eröffnete eine Band aus Mitgliedern des Gitarrenkurses im evangelischen Gemeindehaus: Sinan Stefan, Emma Jäger, Johanna Christ und Janine Schmitz spielten mit ihrem Lehrer Eberhard Petri bekannte volkstümliche Lieder und Schlagermelodien, darunter den Kanon „Hejo, spann den Wagen an“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und schließlich „Knockin‘ On Heaven‘s Door“ sowie „Love Is All Around Us“. Mit Gesang unterstützten Vanessa und Dominic Frank sowie Chiara Frodyma die Band, zu deren Auftritt gleichsam als Fanclub viele Freunde und Verwandte gekommen waren.

Liedermacher und Comedian

Sehr persönliche Geschichten erzählte der Sänger und Songschreiber Ralf Steinbacher zum Teil mit seinen Liedern, so zum Beispiel mit „The Night Lou Reed Passed Away“, das er einem seiner musikalischen Vorbilder gewidmet hat. Aus Augsburg war Steinbacher angereist, er war vor einigen Jahren schon einmal zu Gast bei der Musikkiste.

Vom Vogelsberg herabgestiegen waren Bernd Barbe (Gitarre, Gesang) und Theo Henn (Cajon, Gesang), die sich als Duo „Spatz und Kanone“ nennen. In dieser Formation setzt Barbe als „Hessens sächsischster Liedermacher“, der vor vielen Jahren schon solo als Comedian bei der Offenen Bühne war, seinen Weg fort. Aus jener Zeit hatten die beiden noch die Geschichte vom „ganz normalen deutschen Krankenhaus“ im Gepäck, eine etwas in die Jahre gekommene Sozialkritik, die noch immer aktuell ist.

Im Übrigen bekannte sich Bernd Barbe umweltpolitisch unkorrekt als „Fan vom Porsche Cayenne“. Und er meinte: „Wen der Habicht holt, ist selber schuld.“ Damit zauberte er ein Schmunzeln auf die Gesichter. Davon hätte das Publikum gern noch mehr gehört, wie sich am Beifall ablesen ließ. Daraus folgt, dass die Musikkiste „Spatz und Kanone“ bald zu anderer Gelegenheit einladen wird. eib

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