Groß-Rohrheim

Kommunalpolitik Groß-Rohrheimer Sport- und Kulturausschuss diskutiert über Traditionsfest / Runder Tisch geplant

Neue Ideen für Maimarkt gesucht

Groß-Rohrheim.Der Sportentwicklungsplan und das geplante Multifunktionsspielgelände sowie die Zukunft des Rohrheimer Maimarktes haben in der Sitzung des Sport- und Kulturausschusses in Groß-Rohrheim zu Diskussionen geführt. Denn bei der Bauausschusssitzung am Tag zuvor hatte Planer Rolf Schepp erklärt, dass er die Installation eines Winterrasenplatzes wegen der hohen Folgekosten kritisch sieht. Des Weiteren wollte der Planer wissen, wer das Multifunktionsfeld nutzen soll und welche Sportarten außer Fußball dort zu erwarten seien. Für die Planung sei auch wichtig, ob die Spielflächen nur von Vereinen oder von jedermann genutzt werde.

Das veranlasste Peter Hess (SPD) zur Frage, ob Schepp überhaupt der richtige Planer sei für das Projekt. „Offensichtlich hat er ein Faible für Kunstrasenplätze.“ Walter Öhlenschläger (BfGR) fand: „Die Gemeinde sollte sich mal mit jemandem unterhalten, der einen solchen Winterrasenplatz unterhält und nach den Erfahrungen fragen.“ Unklar ist immer noch, wo die Weitsprunganlage ihren Platz finden soll. So merkte Kurt Kautzmann (CDU) an, dass die Schule diese nicht mehr nutze, wenn sie zu weit entfernt errichtet werde. Der Planer soll nun ermitteln, wie hoch die Kosten für einen Winterrasenplatz sind.

Schnell einig waren sich die Ausschussmitglieder beim Thema Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplanes, das auf Antrag der Freien Wähler zur Sprache kam. Sie unterstützen die Idee, dass alle Sportvereine der Gemeinde ein Anschreiben erhalten sollen, indem um eine Stellungnahme gebeten wird. Mehrere Fragen sollen dabei geklärt werden: die Zahl der Mitglieder, woher diese kommen, und was der Verein künftig benötigt. „Wir wollen vor allem den Ist-Zustand erfragen“, sagte Ausschuss-Vorsitzende Svenja Banasiuk und hofft auf rege Beteiligung der Vereine.

Besucherzahl geht zurück

Eine unerwartet lange Diskussion entbrannte sich um das Thema Maimarkt. Eigentlich sollte nur das Musik-Programm für das kommende Jahr besprochen werden. Daraus entwickelte sich aber eine grundsätzliche Diskussion über die Zukunft der Veranstaltung. Mehrere Ausschussmitglieder merkten an, dass die Veranstaltung verbessert werden müsse. Das gelte sowohl für die Auswahl der Musik wie auch für das Fest an sich. So zeigten sich seit einigen Jahren rückläufige Besucherzahlen, und beim Krämersmarkt gebe es immer weniger Teilnehmer. Hauptgrund sei, dass die Gewerbetreibenden kaum noch etwas verkauften. „Ich habe früher viele Leute aus Biblis, Bürstadt oder Gernsheim hier gesehen. Die sieht man kaum noch. Das muss doch Gründe haben. Der Besuch des Maimarkts ist überschaubar geworden“, sagte Peter Hess.

„Vielleicht sollten wir den Maimarkt unter ein spezielles Motto stellen oder wieder eine Modenschau anbieten“, schlug Walter Öhlenschläger vor. Ein anderer merkte an, dass die Teilnehmer nach Ideen befragt werden sollten. Zur Attraktivitätssteigerung des Maimarktes müssten neue Gedanken her. So einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, einen Runden Tisch zu bilden, zu dem die Maimarktteilnehmer eingeladen werden. Dieser soll eine Stunde vor der nächsten Sitzung, am Mittwoch, 18. September, 19 Uhr, stattfinden. Danach wollen die Kommunalpolitiker auch darüber nachdenken, spezielle Strompolder für die Festmeile installieren zu lassen. Damit sollen die jedes Jahr anfallenden und teuren Anschlusskosten in vierstelliger Höhe gesenkt werden. Zur Entscheidung vorgeschlagen wurde lediglich die Showband „Cabrio“, die wieder am Samstagabend spielen soll. Der Maimarkt 2020 ist für 16.und 17. Mai geplant.

Wahl des Jugendrats steht an

Erneut auf der Tagesordnung stand die Zukunft des Jugendrates, den es in Groß-Rohrheim derzeit nicht gibt. Laut Satzung muss alle zwei Jahre zur konstituierenden Sitzung eingeladen werden. So wird nun ein formelles Anschreiben an die Rohrheimer Jugend rausgehen, da noch im September eine Jugendratswahl stattfinden soll. Die CDU hält das Thema allerdings für endgültig erledigt – denn beim letzten Mal waren nur drei Jugendliche gekommen. Die Sozialdemokraten sind zwiegespalten. Nur die Freien Wähler wollen daran festhalten, dass sich ein solches Gremium gründet. mibu

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