Groß-Rohrheim

Ausschuss Politiker diskutieren Umbau der Kornstraße

Randsteine weichen künftig einer Rinne

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Erneut stand der Umbau der Kornstraße in Groß-Rohrheim im Mittelpunkt der Diskussionen im Fachausschuss. Schon vor längerem hatte ein Planer den Kommunalpolitikern einige Ideen und Vorstellungen, wie die frühere Hauptdurchgangsstraße aussehen könnte, präsentiert. Dies scheint jedoch jetzt in einigen Bereichen Makulatur zu sein.

Das hat vor allem mit der gebotenen Fahrbahnbreite von 6,50 Metern zu tun. Die Kornstraße sollte ja, nachdem vor einigen Jahren die Ortsumgehung Groß-Rohrheim (B44) für den Verkehr freigegeben wurde, zurückgebaut werden. Das ist bis heute aus vielerlei Gründen nicht geschehen.

Einen Teil der Kosten von etwa zwei Millionen Euro übernimmt Hessen Mobil, der andere Teil – etwa eine Million Euro – fällt in kommunale Zuständigkeit. Der Gemeindeanteil wiederum ist förderfähig, so dass das Land davon nochmals etwa 70 Prozent übernehmen würde. Dennoch sind die Ausschussmitglieder bemüht, die Kosten für die Gemeinde so gering wie möglich zu gestalten – vor allem, wenn es um Sonderwünsche geht.

Einig war sich der Ausschuss mehrheitlich darin, dass es keinen Sinn macht, in der sogenannten Kehre, wo sich Korn-, Rhein- und Kirchstraße treffen, einen Kreisel bauen zu lassen. „Bei nur einem Abzweig ist das dort Unsinn“, sagte Bernd Löwenhaupt (SPD). Es sei auch klar, dass nicht überall eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern einzuhalten ist, vor allem im Bereich ab der Wingertstraße.

In Zukunft soll es in der Kornstraße keine klassischen Randsteine mehr geben. Fahrbahn und Gehweg werden nur noch durch eine Rinne getrennt. Als Beispiel hierfür hatte Ausschussvorsitzender Kurt Kautzmann (CDU) ein Foto von der neugestalteten Ortsdurchfahrt von Bensheim-Schwanheim gezeigt.

Strittig war für den Ausschuss, wo der Umbau beginnen soll – schon ab dem Ende der Unterführung oder erst ab der Kaisereiche in der Heerwegstraße. Einig war sich das Gremium jedoch, dass es zwischen Allmanspforte und Wingertstraße eine Fußgängerquerung geben soll.

Blitzgerät fällt weg

Die Tage des Blitzgerätes zwischen Wingert- und Burggrabenstraße scheinen auch gezählt. Sollte hier eine neue Fahrbahndecke entstehen, wird die Radarfalle nicht mehr erneuert. „Das Gerät ist technisch überholt. Ein neues kostet etwa 80 000 Euro und steht in keinem Verhältnis mehr zu den möglichen Einnahmen“, sagte Bürgermeister Rainer Bersch.

Der Ausschuss sprach sich dafür aus, das Bauvorhaben in drei Abschnitte einzuteilen. So ergeht nun ein Auftrag an die Verwaltung beziehungsweise an den Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB), das Ganze von einem Planer ausarbeiten zu lassen. Das beinhaltet auch mögliches Straßengrün. Der Ausschuss stimmte einstimmig dafür. mibu

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