Groß-Rohrheim

Bürgermeisterwahl Forum des „Südhessen Morgen“ in Groß-Rohrheim ist im Internet zu sehen

Schlagabtausch um Feuerwehr

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Das „SHM“-Forum zur Bürgermeisterwahl in Groß-Rohrheim mit Amtsinhaber Rainer Bersch und seinem Herausforderer Sascha Holdefehr fand am Donnerstagabend ohne Publikum statt – als Vorsichtsmaßnahme wegen des Coronavirus. Dies erklärt Moderator und „SHM“-Redakteur Martin Schulte zu Beginn des Gesprächs. Die Veranstaltung wurde aber aufgezeichnet ,und das Video kann im Internet abgerufen werden. Die Groß-Rohrheimer wählen ihren Bürgermeister am 15. März.

Eines stellt Rainer Bersch gleich zu Beginn klar: Die Bürgermeisterwahl wird stattfinden – trotz Coronavirus. „Es wird keine Menschenmassen bei der Stimmabgabe geben, da die Wahllokale ja von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind“, so Bersch. Es gebe klare Regeln, an die sich die Gemeinde bei der Durchführung der Wahl halten müsse. Schon deshalb werde es keine Verschiebung geben.

Danach beginnt der politische Schlagabtausch. Der dreht sich zunächst um die Frage, wie es um den Haushalt von Groß-Rohrheim bestellt ist. Holdefehr kritisiert dabei, dass der Amtsinhaber in den vergangenen Jahren in die Rücklage greifen musste, um den Haushalt auszugleichen. Er wolle mehr sparen und Fördertöpfe anzapfen.

Dem entgegnet Bersch, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer je nach Wirtschaftslage geschwankt hätten, während die Einkommensteuer stabil geblieben sei. Dafür seien aber auch die Anforderungen an die Kommune gestiegen, beispielsweise bei der Kinderbetreuung, wo innerhalb von drei Jahren 500 000 Euro mehr angefallen seien. Und Fördergeld habe er für zahlreiche Projekte in Anspruch genommen.

Aktuell streitet die Politik um das Feuerwehrgerätehaus. Bersch favorisiert einen Anbau, hat diese Pläne nach dem Streit um den Haushalt aber ins Jahr 2021 verschoben. Die Freien Wähler dagegen haben nun die Idee eines Neubaus ins Gespräch gebracht, wollen das alte Gerätehaus dann für Vereine nutzen. Dieser Vorschlag war aber nicht mit der Feuerwehr abgestimmt.

Der Amtsinhaber, selbst aktiver Feuerwehrmann, verteidigt das bestehende Feuerwehrgerätehaus: „Es ist alles andere als marode. Da müssen lediglich in den Sanitärräumen die Fugen erneuert werden.“ Zum anderen macht er deutlich, dass „die Mannschaft nicht in den Wahlkampf hineingezogen werden will“.

„Ich war an dieser Entscheidung nicht beteiligt“, stellt Holdefehr klar. Er betont, dass er das Gespräch mit der Wehr gesucht habe. Und er macht deutlich, dass es keinen Neubau geben werde, wenn die Feuerwehr diesen nicht wolle.

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