Groß-Rohrheim

Feuerwehr Biblis und Groß-Rohrheim betroffen

Starkregen hält Einsatzkräfte mehrere Stunden in Atem

Archivartikel

Biblis/Groß-Rohrheim.Das Unwetter in der Nacht auf Sonntag hat die Bibliser und Groß-Rohrheimer Wehr stundenlang in Atem gehalten. Kurz nach Mitternacht rückten die Bibliser zu neun Einsätzen aus. Laut Sprecher Ralf Becker hatten sich auf den Straßen richtige Seelandschaften gebildet, weil das Kanalsystem die Wassermassen nicht so schnell aufnehmen konnte. Die Feuerwehr reinigte einen verstopften Straßengully und pumpte Wasser aus einer Baugrube und sieben Kellerräumen.

„Der Regen hatte den Rand einer Baugrube weggespült, dadurch lief Wasser durch die Kellerfenster“, so Becker. Eine gute Stunde waren die Einsatzkräfte in der Bibliser Schubertstraße beschäftigt. Auch bei sechs weiteren Kellerräumen kamen die Pumpen zum Einsatz. Anschließend mussten die Fahrzeuge sowie Geräte gereinigt und die Einsatzbekleidung zum Trocknen aufgehängt werden. Gegen 4.15 Uhr fuhren die 25 Einsatzkräfte wieder nach Hause.

In Groß-Rohrheim eilte die Feuerwehr wieder einmal zur Baustelle an der Eisenbahnbrücke. Anwohner hatten gegen 2 Uhr bemerkt, dass die Grube voll lief. „Wir hatten Probleme, überhaupt dorthin zu kommen, weil die Elisabethenstraße zugeparkt war“, erklärt Bürgermeister Rainer Bersch auf Anfrage. „Wir mussten die Anwohner erst mit dem Martinshorn wecken.“ Das Wasser lief laut Bersch nicht ab, weil der Augraben blockiert war. „Aus den privaten Gärten sind Brücken über den Graben gebaut worden, dort stauten sich Äste und Laub.“ Als die Helfer den Graben freigeräumt hatten, sei das Wasser in den Langen Graben, der von Gernsheim nach Biblis führt, abgeflossen – und auch an der Baustelle habe sich die Situation entspannt. Nach zweieinhalb Stunden war der Einsatz zu Ende. cos

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