Groß-Rohrheim

Verkehr Vollsperrung der B 44 sorgt in Groß-Rohrheim für Unmut / Umleitung bis Ende Juli geplant

Tausende Fahrzeuge im Ort

Groß-Rohrheim.„Wir haben wieder Zeiten wie vor 2009, ehe wir die B 44 hatten“, sagt Klaus Menger im Groß-Rohrheimer Rathaus. Telefonieren sei in der Verwaltung bei offenen Fenstern derzeit unmöglich. Denn durch die Sperrung der Bundesstraße nach Klein-Rohrheim rollt der gesamte Verkehr – wie früher – mitten durch die Gemeinde.

Grund für die Sperrung ab der Werner-von-Siemens-Straße ist seit Anfang Juli der Neubau der Ortsumgehung von Klein-Rohrheim. Laut der Landesbehörde Hessen Mobil liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Bis spätestens 28. Juli soll die Sperrung aufgehoben werden, teilt Sprecher Jochen Vogel auf Anfrage mit. Dann sei die Anbindung an den neuen Kreisverkehr auf der anderen Seite der Bahngleise fertiggestellt, und der Verkehr könne über den neuen Kreisel rollen. Nicht aber über die neue Umgehung vorbei an Klein-Rohrheim. Vogel zufolge dauern diese Arbeiten noch bis Ende des Jahres.

Rückstau durch Unfall

Von einer „hohen Belastung“ spricht Bauamtschef Klaus Menger während der vierwöchigen Sperrung. Denn der gesamte Verkehr passiere das Zentrum – also Korn- und Rheinstraße. Besonders extrem sei es zur Hauptverkehrszeit am Morgen und am späten Nachmittag.

„Der Schwerlastverkehr hat seit 2009 deutlich zugenommen“, beobachtet Klaus Menger. Und das trotz der Ferienzeit, in der das Verkehrsaufkommen normalerweise weniger stark sei. Ausgerechnet kam es gleich zu Beginn der Sperrung vergangenen Montag durch den großen Flächenbrand und einen Unfall noch verstärkt zu Rückstaus im Ort.

Dass das Verkehrsaufkommen hoch ist, bestätigt Vogel von Hessen Mobil. Die letzte Verkehrszählung 2015 hat ergeben, dass täglich 8039 Fahrzeuge auf der B 44 an Groß-Rohrheim vorbei rollen, davon 732 Laster mit mehr als 7,5 Tonnen. „Die fahren jetzt natürlich durch den Ort – also auf der früheren B 44“, sagt Jochen Vogel. „Aber anders können wir die Ortsumgehung für Klein-Rohrheim nicht bauen.“ Immerhin gebe es in Groß-Rohrheim nachts, also zwischen 22 und 6 Uhr, ein Durchfahrverbot für Lkw. Klaus Menger ist froh, dass das Ende absehbar ist: Zwei Wochen müssen die Groß-Rohrheimer noch durchhalten. Die nächste Entlastung für die Gemeinde folgt schon kurz darauf: Bis Mitte August will Omlor die Werkszufahrt fertig stellen. Dann fahren die schweren Lkw über die L 3261 sowie über Bibliser Gemarkung zum Kieswerk.

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