Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Groß-Rohrheimer gegen Bieberau-Modau unter Druck / Schlappe gegen Fürth scheint verarbeitet

TVG auf Wiedergutmachung aus

Groß-Rohrheim.„Es kann eigentlich nur besser werden.“ Sascha Holdefehr, Trainer des Handball-Landesligisten TV Groß-Rohrheim, sah die zweite Hälfte bei der 34:37-Niederlage im Kellerduell bei der HSG Fürth/Krumbach am vergangenen Wochenende als „absoluten Tiefpunkt“ an. „Jetzt wollen wir zeigen, dass wir das besser können“, vermied es der erfahrene Trainer, den Stab über seiner Mannschaft zu brechen. Vielmehr übt er sich vor dem Spiel am Sonntag bei der HSG Bieberau-Modau II in vorsichtigem Optimismus: „Wir wollen eine Leistung zeigen, mit der wir und mit der auch unsere Fans zufrieden sein können. Wenn Bieberau dann besser ist und gewinnt, dann haben sie es verdient.“

Und Holdefehr blickt gleich weiter nach vorn, hofft auf einen Neustart nach der folgenden Fastnachtspause. „Vielleicht hat sich bis dahin dann auch unsere personelle Situation entspannt“, muss der Trainer in dieser Runde immer wieder neue Rückschläge hinnehmen.

Routinier Haas fehlt weiterhin

Zuletzt hoffte er, dass Sebastian Haas nach seiner langen Verletzungspause wieder auflaufen kann, dann fiel dieser jedoch mit einer Grippe aus. Und auch für Sonntag rechnet Holdefehr nicht mit einem Einsatz des erfahrenen Rückraumspielers, der dem Team so guttun würde. Auch Manuel Kohl trainierte vergangene Woche nach seiner Knieverletzung erstmals wieder voll mit, gab eigentlich schon grünes Licht für das Spiel gegen Bieberau, zog sich nun aber einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. „In dieser Saison ist einfach der Wurm drin“, schüttelt Holdefehr ungläubig den Kopf.

Fehlen wird wohl auch Philipp Kautzmann, der nach wie vor Knieprobleme hat. Und hinter dem Einsatz von Torhüter Alexander Wägerle steht nach seiner Schulterblessur noch ein Fragezeichen. Am Dienstag stand sogar kein einziger Schlussmann im Training zur Verfügung, da Jonas Sartorius Probleme mit dem Sprunggelenk hat und David Wägerle beruflich verhindert war. Aber beide werden gegen Bieberau dabei sein. „Das ist alles natürlich nicht ideal, aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, so Holdefehr.

Bei Bieberau-Modau bleibt zudem abzuwarten, ob Spieler aus dem Drittliga-Team mitwirken werden. Da die HSG-Reserve als Tabellenzehnter noch mitten im Abstiegskampf steckt, könnte sich Holdefehr „durchaus vorstellen, dass sie Verstärkungen von oben bekommen“. Aber länger damit beschäftigen möchte sich der TVG-Trainer nicht: „Wir sollten uns auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können und unsere Leistung abrufen.“

Dabei ist die Schlappe aus Fürth wider Erwarten rasch aus den Kleidern geschüttelt worden: „Es war natürlich bitter, dass wir gerade in so einem Spiel neben uns standen, aber in den beiden letzten Jahren, als wir jeweils Meister in der A-Liga und der Bezirksoberliga wurden, hatten wir auch immer ein Spiel, das völlig verkorkst war. Damals fiel es nur nicht so auf, weil wir weit oben standen“, vermied es Holdefehr, die Schlappe überzubewerten. „Wir haben noch genügend Spiele gegen direkte Konkurrenten, um da noch etwas zurechtzurücken.“ me

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