Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Groß-Rohrheimer kassieren gegen Gelnhausen 24:34 / Konkurrenten im Abstiegskampf punkten

TVG rutscht tiefer in die Krise

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Sie hatten sich viel vorgenommen, die Handballer des TV Groß-Rohrheim. Sie wollten dem Tabellendritten der Landesliga, dem TV Gelnhausen II, zwei Punkte abknöpfen und damit ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf setzen. Doch das Team von Trainer Sascha Holdefehr erwischte, nach zuvor zwei starken Auftritten, bei denen es allerdings beide Male knappe Niederlagen setzte, diesmal einen gebrauchten Tag. Mit 24:34 (11:15) unterlag der TVG und die Situation im Tabellenkeller hat sich weiter verschärft.

Da die direkte Konkurrenz gepunktet hat, ist der Rückstand der Groß-Rohrheimer auf das rettende Ufer auf zwei Zähler angewachsen. So gewann der Drittletzte Offenbach mit 33:28 gegen den Tabellenzweiten Egelsbach und der Viertletzte Umstadt/Habitzheim fertigte Primus Hanau mit 38:30 ab. „Das war kein gutes Wochenende für uns“, meinte denn auch Holdefehr. „Die Teams aus Offenbach und Umstadt haben überrascht und während wir viel zu viele Fehler fabriziert haben“, bilanzierte der Coach.

Einbruch in der Schlussphase

Dabei war der Leistungsunterschied zwischen Gelnhausens Drittliga-Reserve und den Ried-Handballern bei weitem nicht so deutlich, wie es die Zehntore-Niederlage glauben macht. „Wir waren bis zehn Minuten vor dem Ende noch dran. Aber unterm Strich war der Sieg der Gäste natürlich verdient“, so Holdefehr. „Gelnhausen hat 60 Minuten Druck gemacht und unsere Fehler eiskalt bestraft. Das ist eine absolute Spitzenmanschaft“, zollte der erfahrene Coach den Gegner Respekt.

Bis zum 5:4 (13.) legte Groß-Rohrheim knapp vor, bis zum 7:8 war man auf Tuchfühlung. Aber schon zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber vier freie Chancen vergeben und es war zu erkennen, dass an diesem Tag die Stabilität der vergangenen Wochen fehlte. In der Folge setzte sich Gelnhausen auf 11:7 (23.) ab und ging mit einem 15:11 in die Pause.

Als die Holdefehr-Sieben direkt nach dem Wiederanpfiff herankämpfte und das 16:16 markierte (38.), schien die Wende möglich. „Leider sind wir dann wieder in das alte Schema verfallen, haben leichte Fehler gemacht, die dem Gegner in die Karten spielten“, so der Coach mit Blick auf das 17:21 nur vier Minuten später. Dennoch: Bis zum Treffer von Niklas Fries zum 22:26, zehn Minuten vor dem Ende, konnten die Fans in der Bürgerhalle noch auf einen Punktgewinn hoffen. Holdefehr nahm eine Auszeit, stellte sein Team für die entscheidende Phase ein. „Wir wollten uns weiter ranarbeiten und den Gegner unter Druck setzen. Aber das ist leider völlig nach hinten los gegangen“, musste der Trainer einen 2:8-Lauf mitansehen, der letztlich zur deutlichen Niederlage führte.

„Insgesamt war das zu wenig“, meinte Holdefehr und sah insbesondere seine Leistungsträger nicht in der Form der Vorwochen. Auch die Torhüter Jonas Sartorius und David Wägerle fanden hinter der löchrigen Deckung nicht richtig ins Spiel. Die etatmäßige Nummer eins, Alexander Wägerle, stand zwar auf dem Spielberichtsbigen, konnte wegen eine schmerzhaften Schulterprellung aber nicht spielen.

Jetzt steigt natürlich der Druck im Abstiegskampf weiter: Am kommenden Wochenende muss Groß-Rohrheim zum Kellerduell zum punktlosen Schlusslicht HSG Fürth/Krumbach. „Wir haben weiterhin die Chance, drei Mannschaften hinter uns zu lassen. Aber dafür müssen wir jetzt anfangen zu punkten“, erklärt Holdefehr, der trotz der Niederlage seine Spieler nicht allzu hart kritisieren möchte: „Wir haben alles gegeben, aber heute lief es einfach nicht. Schade, denn mit einer Leistung wie in den letzten zwei Wochen, wäre auf alle Fälle etwas drin gewesen.“

TVG Tore: Ochs (6/2), Niklas Fries (5), Olf, Till Haas (je 3), Anthes, Ryan Haas, Erlemann (je 2), Heß (1). me

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