Groß-Rohrheim

Handball-Landesliga Holdefehr-Team verliert Heimspiel gegen Spitzenreiter Hanau mit 32:33

TVG schrammt am Coup vorbei

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Niemand, aber wirklich gar niemand hatte am Samstagabend auf die Handballer des TV Groß-Rohrheim gesetzt. Zu deutlich waren die Unterschiede im Vorfeld: Auf der einen Seite der TVG aus dem Tabellenkeller der Landesliga, auf der anderen Seite der ungeschlagene Spitzenreiter HSG Hanau II. Dazu kamen noch die Erinnerungen an das Hinspiel, als die Ried-Handballer beim 28:40 mächtig Lehrgeld zahlen mussten. Und dann rufen die Groß-Rohrheimer eine Leistung ab, die gegen die überwiegende Zahl der Liga-Konkurrenten zu einem Sieg gereicht hätte. Gegen Hanau reichte es aber nicht ganz: Mit 32:33 (13:16) unterlag das Team von Trainer Sascha Holdefehr denkbar knapp.

„Natürlich waren nach dem Schlusspfiff erstmal alle konsterniert. Wir waren so knapp an einem Punktgewinn dran, was uns niemand zugetraut hätte. Und dann unterliegen wir so unglücklich. Das war schon bitter“, musste auch Holdefehr erstmal kräftig schlucken. Mit einer halben Stunde Abstand ordnete er das Spiel dann aber schon wieder ganz anders ein. „Wir haben eine starke Vorstellung abgeliefert. Auf die können und müssen wir in den nächsten Wochen aufbauen“, richtete er den Blick gleich wieder nach vorne: „Nach der ersten Enttäuschung müssen wir die überwiegenden, positiven Aspekte herausziehen. Das war eine Leistung, die uns Mut machen muss“, so Holdefehr.

Vorletzter in der Tabelle

In der Tabelle hat sich die Situation des TVG allerdings weiter verschärft. Der Aufsteiger ist neuer Vorletzter, allerdings punktgleich mit den drei davor platzierten Teams aus Groß-Umstadt, Offenbach und Büttelborn. Davor klafft dann eine Lücke von fünf Punkten zu den nächsten Teams, so dass man davon ausgehen kann, dass diese Mannschaften die weiteren Abstiegsplätze neben dem punktlosen Schlusslicht Fürth/Krumbach unter sich ausmachen. Und nach Büttelborn geht es am Samstag.

„Darauf liegt jetzt unser Fokus. Wir müssen es schaffen, die Leistung gegen Hanau auch in Büttelborn abzurufen“, hofft Holdefehr auf „Big Points“ im Abstiegskampf.

Gegen Hanau erwischten die personell arg gebeutelten TVG-Handballer einen schwachen Start, leistete sich früh vier technische Fehler, vergaben zwei freie Bälle und einen Strafwurf. Die Folge war ein 6:12-Rückstand nach 20 Minuten. Doch danach steigerte sich Groß-Rohrheim. In der Deckung, die in Alexander Wägerle und nach dessen verletzungsbedingtem Ausfall – er zog sich eine Schulterprellung zu – in dessen Bruder David Wägerle einen glänzenden Rückhalt hatte, wurde sehr gut gearbeitet.

In der Offensive fand das Team, angetrieben von Andreas Ochs und Niklas Fries sowie mit einem starken Marcel Banghard auf Rechtsaußen, immer wieder Lösungen – und als kurz nach dem Seitenwechsel beim 17:16 (34.) die erste Führung hergestellt war, wuchs auch der Glaube an die eigene Stärke.

Seite an Seite hing es in der Folge bis in die Schlussphase hinein. Groß-Rohrheim legte meist ein, zwei Treffer vor, beim 25:22 (46.) auch mal drei, aber Hanau hielt dagegen, schaffte immer wieder den Ausgleich. In den letzten fünf Minuten drehte der Gast das Ergebnis wieder, war ab dem 29:28 vorne und dann hatte der TVG auch noch Pech: Im letzten Angriff bekam Andreas Ochs noch ein Stürmerfoul abgepfiffen und statt des Ausgleichs war die Niederlage besiegelt.

TVG-Tore: Ochs (12/7), Fries (6), Anthes (4), Banghard (3), Till Haas, Olf, Ryan Haas (je 2), Kautzmann (1). me

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