Groß-Rohrheim

Freizeit Zehnköpfige Mannschaft kann Arbeit auf dem weitläufigen Gelände nicht mehr alleine stemmen / Aufruf in sozialen Medien gestartet

Vogelpark-Helfer brauchen dringend Verstärkung

Archivartikel

Groß-Rohrheim. Unkraut auf Wegen und Beeten, wuchernde Hecken – ein Unding im sonst so liebevoll gepflegten Vogelpark in Groß-Rohrheim. Allerdings fehlt es an Helfern, die sich um die weitläufigen Grünanlagen kümmern. Deshalb hat Lukas Diehl einen Aufruf in den sozialen Medien gestartet. Ihm und seinen Mitstreitern vom Vogelschutz- und Zuchtverein Groß-Rohrheim liegt die Anlage sehr am Herzen. Über 300 Tiere leben dort und sind gut versorgt.

Der Verein hat den kleinen Park im Jahr 1977 eingerichtet. Noch heute sind darin heimische, aber auch exotische Vögel zu sehen. Aus nächster Nähe können große und kleine Besucher rund 300 Vögel von über 50 Arten beobachten. Unter anderem werden hier Sittiche, Eulen, Fasane, Kakadus, zwei männliche Pfaue, Emus, Nandus und Aras gehalten und erfolgreich nachgezüchtet. Besonders stolz sind die Ehrenamtlichen auf den Nachwuchs der Nandus, bei dem es sogar in manch großem Zoo Probleme gibt.

10 000 Quadratmeter Fläche

„Wir haben eine Gesamtfläche von 10 000 Quadratmetern, auf der jede Menge zu tun ist. Rasen mähen, Hecken schneiden, Beete pflegen, Wege von Unkraut säubern und Neupflanzungen sind nur ein kleiner Teil davon“, zählt Diehl auf. Am wichtigsten sei natürlich, dass die Tiere ordentlich versorgt und gepflegt seien. Regelmäßig müssen die Gehege gereinigt, Ställe ausgemistet sowie Sitzstangen und Zweige zum Nagen erneuert werden.

„Verpflegung und Versorgung der Tiere sind gewährleistet. Wir haben einen eigenen Futtermeister, der sich um die Tiere kümmert“, betont Lukas Diehl. Die Arbeiten drumherum jedoch seien mit den rund zehn Helfern aber nur schwer zu schaffen. „Wir treffen uns jeden ersten Samstag im Monat, von 10 bis 13 Uhr“, sagt Diehl. Vor Corona habe man sich danach noch gemütlich zu einer Stärkung zusammengesetzt, Geselligkeit und Austausch gehören eben auch dazu. „Die Arbeitseinsätze sind feste Termine, so dass sich die Helfer das gut einplanen können.“

Kinder dürfen mitkommen

Zum Mitanpacken müsse man kein Mitglied sein, der Mitgliedsbeitrag im Jahr kostet 18 Euro für Erwachsene und 12 Euro für Senioren. Versicherungstechnisch sei das sinnvoll, macht Diehl deutlich. Ihm geht es allerdings erstmal darum, die Mannschaft mit tatfreudigen Helfern aufzustocken. „Gerne dürfen auch die Kinder mitkommen. Wir freuen uns, wenn schon die Jüngsten dabei sind, den Vogelpark kennenlernen und sich mit kleinen Arbeiten einbringen“, lädt Lukas Diehl ein.

Früher hatten über zwanzig Ehrenamtliche regelmäßig angepackt, jetzt käme man mit zehn Leute gerade so über die Runden. „Vieles bleibt liegen, nicht alles kann bei einem Arbeitseinsatz erledigt werden“, bedauert Diehl. Die nötigsten Aufgaben werden vorgezogen, da bleibt oftmals keine Zeit für Extras.

Freiwillige brauchen kein großes handwerkliches Geschick. „Uns ist es wichtig, dass es Spaß und Freude macht. Wir finden für jeden etwas, das ihm zusagt“, so Lukas Diehl. Und fügt an: „Jede Hilfe zählt!“

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