Groß-Rohrheim

Jugendrat Nur zwei junge Leute kommen zur Sitzung in den Treff 21 in Groß-Rohrheim

Wahl scheitert an mangelndem Zuspruch

Groß-Rohrheim.Die Wahl zum Jugendrat im Treff 21 ist gescheitert. Neben Bürgermeister Rainer Bersch waren noch zwei Vertreter aus der Verwaltung anwesend, Vorsteher der Gemeindevertretung Peter Heß sowie zwei junge Leute, die hätten wählen dürfen. Nach einer Wartezeit erklärte Bersch die Versammlung für geschlossen, mangels Beteiligung. Eigentlich hätten sich zuerst Kandidaten finden und dann vorstellen müssen. Gewählt hätte man sie dann direkt im Anschluss.

"Wir werden dieses Ergebnis den Gremien berichten und die Gemeindevertretung wird entscheiden, wie es weitergeht", so der Bürgermeister. Gekommen war auch Svenia Banasiuk, Vorsitzende des Ausschusses für Sport-, Kultur- und Jugendfragen von den Freien Wählern für Groß-Rohrheim. Sie war sowohl von der Veranstaltung als auch von ihrem Ausgang enttäuscht. "Im Juni hatten wir eine Come-Together-Party an der Grillhütte organisiert und da auch acht Leute gefunden, die sich in den Jugendrat wählen lassen wollten. Jetzt im Vorfeld für diese Veranstaltung hat man nicht mehr mit dem Ausschuss gesprochen", berichtete sie.

Kritik an Termin und Verfahren

Ihrer Ansicht nach kam die Einladung mit dem einen Termin am Donnerstagnachmittag um 17 Uhr sehr ungünstig. Zum einen, weil um die Uhrzeit Handballtraining stattfindet und da einige der möglichen Kandidaten gebunden sind. "Auf der allgemeinen Einladung war es nicht mal möglich, anzugeben, ob man kommen kann oder nicht, und aus welchem Grund", meinte sie mit Bedauern. Das hätte anders laufen müssen, fand Svenia Banasiuk.

Zumindest der Termin hätte im Vorfeld mit den Jugendlichen abgestimmt werden können. Von den möglichen Kandidaten hatte sie aber auch keine Adressen oder Telefonnummern, um diese zu kontaktieren. Auch eine Wahl hätte man anders anlegen können.

"Wenn die möglichen Kandidaten sich mit einem Steckbrief schriftlich vorgestellt hätten, wäre beispielsweise eine Briefwahl möglich gewesen", meinte die Ausschussvorsitzende. Oder man hätte die sozialen Medien in irgendeiner Form einbinden können.

Der Punkt Jugendratswahl wird auf jeden Fall in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Sport-, Kultur- und Jugendfragen am 27. September erneut behandelt werden. "Das war ein Rückschlag, aber wir werden weiter dafür kämpfen, wenn die Gemeindevertretung mitzieht. Aber das ist Thema für 2018. Dann würde ich gerne noch eine Come-Together-Party organisieren", so Svenia Banasiuk.

Bürgermeister Bersch kam im Anschluss auf seinem Weg vom Rathaus noch mal am Treff 21 vorbei. "Ich habe gerade eben mehrere Jugendliche getroffen und sie angesprochen, warum sie nicht da waren. Sie meinten, sie hätten andere Interessen als die Wahl des Jugendrats. Seit drei Jahren bin ich schon an dem Thema dran, aber die Resonanz der Jugend ist einfach nicht da", meinte Bersch. cid

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