Groß-Rohrheim

Wetter Groß-Rohrheimer Vogelpark überschwemmt / Feuerwehr muss Gerätewart ersetzen

Wolkenbruch kostet 25 Tieren das Leben

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Einsatzkräften und Helfern steht die Anstrengung des Abends und der Nacht zuvor ins Gesicht geschrieben. Gegen 15 Uhr am Montagnachmittag brach der Wolkenbruch über den Vogelpark in Groß-Rohrheim herein. „Es hat über eine Stunde lang so heftig geregnet und zum Teil gehagelt, wie ich es noch nie erlebt habe“, sagt Anette Diehl vom Vorstand des Vogelschutz- und Zuchtvereins, der den Vogelpark betreibt. Der Erste Vorsitzende Reinhard Menger zeigt uns gerade, wie hoch das Wasser am Vorabend stand, als ein Helfer mit toten Vögeln in der Hand vorbeiläuft.

Etwa 25 Tiere sind ertrunken, solche, die am Boden leben und nicht fliegen können, erklären die Leute vor Ort: Hühner, Wachteln, Fasane. Insgesamt leben rund 350 Tiere im Vogelpark. Anette Diehl schwingt weiter ihren Rechen. „Das ist alles sehr traurig. Aber es muss weitergehen.“ So, wie es im Park am Dienstagvormittag aussieht, haben die Helfer schon viel geschafft. Von der Überschwemmung ist fast nichts mehr zu sehen.

Aber Vorsitzender Menger ist noch lange nicht zufrieden. Am Sonntag in zwei Wochen, 16. Juni, soll das beliebte Parkfest steigen. Und dafür müsse noch einiges getan werden. „Schreiben Sie doch bitte in Ihre Zeitung, dass wir uns über jeden Freiwilligen freuen, der uns helfen will“, sagt Menger und wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Die Leute sollen einfach bei mir anrufen (Telefonnummern siehe blaues Kästchen).

Schweißtreibend waren Nachmittag und Nacht auch für die Freiwilligen Feuerwehren im Ried. In der Groß-Rohrheimer Wache treffen wir Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag und dessen Stellvertreter Markus Steffan. Mit ihren Kollegen haben die beiden jungen Männer gerade einen ihrer Lkw mit diversen Ausrüstungsgegenständen vollgepackt. Die Fahrt geht nach Heppenheim und Lorsch.

Die Feuerwehr der Kreisstadt reinigt und prüft die Kleidung vom jüngsten Einsatz. Die Kollegen in Lorsch reinigen und prüfen Schläuche und Geräte. Wie berichtet haben die Gemeindevertreter die Stelle des hauptamtlichen Gerätewarts gestrichen, um zu sparen. Deshalb ist die Groß-Rohrheimer Wehr auf Hilfe angewiesen. Der Brandinspektor findet, dass das am falschen Ende gespart ist. Schließlich, so Donnerstag, gingen die Packerei und der Transport jetzt auch noch auf den Buckel der Ehrenamtlichen.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional