Groß-Rohrheim

Betreuung Evangelische Kita erhält Zuschüsse für neuen Anbau / Geburtenrate in Groß-Rohrheim steigt deutlich an

Zu Ostern kommen die Bagger

Groß-Rohrheim.Noch sind es die Kinder, die mit Bagger und Schaufeln auf dem Gelände der evangelischen Kindertagesstätte in Groß-Rohrheim werkeln. Zu Ostern 2020 sollen dann die großen Baumaschinen anrücken: Künftig soll eine Schmutzschleuse vom Außengelände ins Innere führen, außerdem wird ein Anbau Platz für einen Mitarbeiter- sowie einen Ruheraum für die Kinder bieten. Dazu übergab Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz einen Förderbetrag von 100 000 Euro.

Die Baukosten liegen bei insgesamt etwa 300 000 Euro, die übrigen 200 000 Euro werden von der Kommune sowie der evangelischen Kirche getragen. Der Zuschuss stammt aus einem Förderprogramm des Bundes. Die Schmutzschleuse zwischen Außengelände und Innenräumen, die gegenüber des Eingangsbereiches entstehen wird, sei eine sinnvolle Ergänzung, stellte die Erste Kreisbeigeordnete fest.

Stück Außengelände geopfert

In der „Schleuse“ ziehen die Kinder ihre schmutzigen Matschhosen und Stiefel aus und saubere Sachen an. Die beiden neue Funktionsräume werden an der Längsseite angebaut, dafür wird ein Stück des Außengeländes geopfert.

Die beiden Groß-Rohrheimer Kindertagesstätten schöpften in diesem Jahr insgesamt rund eine halbe Million an Fördergeldern ab. Dies sei eine beachtliche Summe für die Größe der Kommune. 400 000 Euro gingen Anfang des Jahres schon an die kommunale Einrichtung, der Ausbau ist hier schon in vollem Gange, 100 000 Euro gehen nun an die evangelische Kindertagesstätte.

Diana Stolz betonte, wie wichtig eine bunte Trägerlandschaft sei, so dass Eltern die Wahlmöglichkeiten haben, ihr Kinder in konfessionelle oder kommunalen Einrichtungen zu schicken.

„Kindertagesstätten sind ein wichtiger Bestandteil einer Kommune“, war sich Bürgermeister Rainer Bersch mit dem Erstem Beigeordneten Georg Menger einig. Gerade auch, weil es in Groß-Rohrheim „boomt“. Die durchschnittliche Geburtenrate von früher etwa zwanzig Kindern im Jahr sei deutlich angestiegen, allein in diesem Jahr seien schon 46 Kinder auf die Welt gekommen. „Der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen sowie der Anspruch an die Qualität der Einrichtungen ist in den vergangenen Jahren immens gestiegen“, machte die Erste Beigeordnete deutlich.

In der evangelischen Kindertagesstätte, die seit dem Jahr 1962 besteht, werden zurzeit siebzig Jungen und Mädchen betreut. Seit 2006 können Kinder ab zwei Jahren aufgenommen werden. „Die meisten Kinder kommen schon ab zwei Jahren zu uns, nur wenige ab drei Jahren“, erklärte Birgit Gerats, Leiterin der Einrichtung. „Wir lieben unseren Kindergarten und sind begeistert, wie er sich immer weiter entfaltet. Wir sind schon ganz aufgeregt, und freuen uns, wenn es endlich losgeht“, meinte sie.

Auch Pfarrer Martin Müller freute sich mit Kirchenvorstandsmitglied Marlies Weigold über den Förderbescheid sowie die gute Zusammenarbeit mit der Kommune.

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