Groß-Rohrheim

Schüco-Gebäude Ausschuss leistet Vorarbeit für Umbau / Bersch: Lieber öffentliche Sitzung als Entscheidung im „stillen Kämmerlein“

Zwei Ampeln sollen Schulweg sicheren

Archivartikel

Groß-Rohrheim.In Zeiten von Corona ist alles anders. Auch bei der Lokalpolitik. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen müssen wichtige Entscheidung gefällt werden. In Groß-Rohrheim traf sich dazu jetzt der Haupt- und Finanzausschuss zur ersten Sitzung in Zeiten des Shut-Downs. Die hessische Landesregierung bietet den Kommunen noch bis April 2021 diese Möglichkeit an, wenn das Gemeindeparlament aus Sicherheitsgründen nicht tagen sollte.

Das große Thema: Das Schüco-Gebäude, das nach den Sommerferien die Grundschüler beherbergen soll. Einstimmigkeit herrschte darüber dass das Gelände „Am Entenweg“ von den Festsetzungen im Bebauungsplan befreit werden sollte. Gemeint ist hier das ehemalige Schüco-Verwaltungsgebäude. Damit darf aus dem leeren Bürobau direkt am Schüco-Kreisel am Industriegebiet nach den Sommerferien ein Schulgebäude werden – auf zwei Jahre zeitlich begrenzt, solange die Sanierung der Lindenhofschule andauert. Um das Ganze zu realisieren, bedarf es noch kleiner Umbaumaßnahmen wie etwa einen zweiten Fluchtweg. Auch der Pausenhof muss gesichert werden.

Die Ausschussmitglieder gaben dem Kreis darüber hinaus noch einige Vorschläge mit auf dem Weg. Die Buslinie, die an der Lindenhofschule starten und zum Schücogebäude führen wird, soll auf ihrem Weg durch den Ort noch zwei weitere Haltestellen erhalten.

Auch zwei provisorische Ampeln hält der Ausschuss für sinnvoll: an der Ecke Mozart- und Schücostraße sowie in der Industriestraße in Höhe der Fußgängerunterführung aus der Falltorhaussstraße. Die Zufahrt zur Firma Ruhl liegt nur einige Meter vom Schücogebäude entfernt und quert den Schulweg. Hier müsse sicher gestellt werden, dass keine Gefahr von den ein- und ausfahrenden Lkw ausgeht. Ein weiteres ungelöstes Problem ist der eigentliche Schulweg entlang der Schücostraße – ein nur zwei Meter breiter Radweg. Eine Kombination aus Fahrrad- und Fußgängerweg müsste doppelt so breit sein.

Im Juni soll, wenn es bis dahin mit den Lockerungen weiter geht, auch das Gemeindeparlament zu einer Sitzung zusammenkommen. Es wäre die letzte Sitzung vor der Sommerpause. „Ich finde es besser, wenn Entscheidungen vom Parlament in öffentlicher Sitzung getroffen werden, anstatt im so genannten stillen Kämmerlein“, machte Bürgermeister Rainer Bersch deutlich. Notfalls werde die Sitzung in die Bürgerhalle verlegt. Da sei ausreichend Abstand gewährleistet. Dort könnte dann auch Berschs offizielle Vereidigung nach der Bürgermeisterwahl im März stattfinden. Für die nächste Amtszeit bekommt er dann die Urkunde vom Vorsteher der Gemeindevertretung überreicht.

Damit dem Antritt der neuen Amtszeit nichts mehr im Weg steht, wurde bei der Sitzung auch die Gültigkeit der Wahl beschlossen: Einsprüche gab es dabei keine.

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