Kommentar

Na endlich!

Corinna Busalt lobt die konstruktive Diskussion

Sie können es also doch! Statt sich gegenseitig zu zerfleischen, zeigen sich die Stadtverordneten im jüngsten Ausschuss selbstkritisch, nah am Bürger und gehen Entscheidungen konstruktiv an. Das ist nach dem Bürgermeisterwahlkampf dringend nötig. Sie machen es genau richtig, wenn sie die Umgestaltung der Nibelungenstraße nicht einfach durchwinken, sondern die Details noch einmal in Ruhe durchsprechen. Dabei sollten sie auf keinen Fall die Betroffenen vor Ort übergehen. Es reicht nicht, dass die Verwaltung zu Workshops einlädt. Die Interessen der Bürger müssen in die Planung einfließen.

Am Ende muss jeder Einzelne im Parlament gerade stehen für seine Entscheidung. Nicht dass es wieder so geht wie beim Bobstädter Messplatz. Dort war die Mehrheit der Bürger gegen das Bauprojekt, was sich am Ergebnis bei der Landtagswahl gezeigt hat: Die AfD wurde stärkste Kraft.

Wenn es um die Nibelungenstraße – das Herzstück von Bürstadt – geht, sollten die Kommunalpolitiker die Mehrheit der Bürger hinter sich bringen. Damit sie ihren Beschluss später nicht bereuen – wie in Bobstadt. Dass sie dies selbst ansprechen, ist mutig und macht sie glaubwürdig.

Jetzt kann es vorangehen: In Bürstadt sind Beschlüsse zu fassen, die die Bürger direkt betreffen. Deshalb ist es gut, dass sich die Politiker dafür Zeit nehmen.

 
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