Kommentar

Schilder in Schilda

Martin Schulte zum Lkw-Verkehr in Bürstadt

Ja, er ist tatsächlich ziemlich abgegriffen dieser Bezug auf Schilda und die Streiche seiner Bürger. In der vorliegenden Angelegenheit drängt er sich allerdings doch zu sehr auf. Schon rein sprachlich. Aber nicht nur. Schilda ist natürlich ein fiktiver Ort, die Possen der Schildbürger sind auch nur erfunden, gesammelt in einer Reihe kurzer Erzählungen. Bürstadt ist nicht fiktiv. Und der Murks mit einer zeitgemäßen Verkehrslenkung bedauerlicherweise auch nicht.

Beinahe jeder in Verwaltung und Politik, mit dem wir über die Vorwegweiser an den Bundesstraßen zur Verringerung des Lkw-Aufkommens in der Stadt sprechen, weiß, dass die CDU-Senioren „schon ewig damit nerven“. Es kann demnach kein guter Vorschlag sein. In den offiziellen Antworten natürlich doch. Und warum gibt es diese Schilder dann nicht, muss man sich fragen. Wenn Verwaltungschefin und Stadtverordnete teilweise nicht auf der Höhe der aktuellen Sachlage zu sein scheinen, drängt sich eine Antwort auf: Die entscheidenden Akteure haben der Sache bislang möglicherweise keine hohe Priorität beigemessen.

 
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional