Kommentar

Viele Ideen schon bekannt

Archivartikel

Corinna Busalt zur „Agenda 2030“ der CDU Bürstadt

Die CDU legt zwei Jahre vor der Kommunalwahl ein Zehn-Punkte-Programm vor. Das ist sinnvoll: Bürstadt braucht ein zukunftsweisendes Konzept. Die Stadt kann sich durch Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ in den kommenden Jahren enorm weiter entwickeln. Die meisten Ideen auf den 15 Seiten sind allerdings bekannt.

Einige stehen bereits im ISEK, dem Konzept für die „Soziale Stadt“: Radwege oder Aufwertung der Grünflächen. Dass Sozialwohnungen fehlen, ist ebenfalls in aller Munde und war gerade beim Richtfest am Neubau der GBG wieder Thema. Und die Maßnahmen zum Umweltschutz werden die Grünen entweder beklatschen – oder belächeln. Um bei jungen Wählern punkten zu können, die für „Fridays for Future“ auf die Straße gehen, muss die CDU solche Ziele formulieren.

Toben wird die SPD. Ihr Antrag zur „essbaren Stadt“ wurde vor Wochen von CDU und FDP abgeschmettert. Jetzt steht die Idee, Obst- und Gemüsegärten für die Allgemeinheit anzulegen, im Programm der Christdemokraten.

Neu ist der Gedanke, dass die Brachfläche Beethovenplatz aufblühen soll. Fürs Grün will die CDU auf wichtige Einnahmen durch Grundstücksverkäufe verzichten. Lediglich von einem Mehrgenerationenhaus und dem Sozialzentrum der AWO spricht Vorsitzender Alexander Bauer auf der großen Fläche noch. Aber wie viel Park bleibt übrig, wenn sich dort noch Busse treffen sollen?

Ob und wie die einzelnen Ideen am Ende umgesetzt werden, ist zum Glück noch Zukunftsmusik. Die CDU hat vorgelegt, die anderen Parteien ziehen hoffentlich bald mit eigenen Konzepten nach. Am Ende sollte das Beste für die Stadt herauskommen. Die Zuschüsse für die „Soziale Stadt“ bieten eine großartige Chance, soziale wie umweltfreundliche Konzepte umzusetzen. Wenn die Fraktionen es schaffen, miteinander zu arbeiten, blicken die Nachbarstädte bald noch neidischer nach Bürstadt.

 
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