Kommentar

Wichtige Weichenstellung

Martin Schulte zur Sitzung des Hauptausschusses

Biblis wird seine Abwasserreinigung in die Hände eines Zweckverbands geben. Die größere Einheit soll die enormen finanziellen Risiken durch Reparaturen oder strengere Grenzwerte für Schadstoffe sowie die hohen laufenden Kosten für die Unterhaltung reduzieren. Das ist sinnvoll – und im Sinne der Bürger. Viele Kommunen, zumal so kleine Gemeinden wie Biblis, sind heute mit dem Betrieb dieser Anlagen überfordert, den personellen Aufwand und weitere Fixkosten betreffend. Zu hoch sind die Ansprüche an eine Kläranlage durch zeitgemäße und umweltgerechte Auflagen. Allein die erforderliche Ingenieur-Kapazität kann ein kleines Rathaus nicht auf Dauer vorhalten. Der Beitritt zum Verband ist nicht nur richtig, er ist mit Blick in die Zukunft eine wichtige Weichenstellung.

Der FLB-Chef hat im Hauptausschuss am Donnerstagabend viele falsche Behauptungen in der Sache aufgestellt. Wenn Hans-Peter Fischer auch bemüht war, diese in die Form kritischer Fragen zu kleiden. Restlos unseriös wurde er mit der Feststellung, Biblis könne die Abwasserreinigung in eigener Regie besser und günstiger bewältigen. Belege hatte er für diese kühne These nicht. Wie auch? Es gibt sie nicht. Fischer war wieder einmal jedes Mittel recht, um mitstreitenden Akteuren Dilettantismus und mangelnde Verantwortung für ihre Gemeinde vorzuhalten. Er wurde Punkt für Punkt eines Besseren belehrt. Der Veteran der Bibliser Politik gibt gerne den gewieften Geschäftsmann – um anderen diese Tugend abzusprechen. Am Donnerstagabend hat Hans-Peter Fischer sich gründlich verrechnet.

 
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional