Kommentar

Zu spät reagiert

Corinna Busalt zum Streit um Jubiläumskosten

 

Hat der Akteneinsichtsausschuss etwas gebracht? Ja, denn selbst Bürgermeisterin Bärbel Schader sieht nun „Optimierungsbedarf“ in der Verwaltung.

Erst auf wiederholte Nachfrage der SPD hat die Stadt die Kosten des Stadtjubiläums offen gelegt. Dass sie so lange gezögert hat, nährte bei den Genossen den Verdacht, dass etwas verschleiert werden sollte. Dann präsentierte die Verwaltung ein Minus von 3360 Euro – das wirkt geradezu lächerlich angesichts der umfangreichen Feierlichkeiten. Inzwischen hat die Verwaltung die Kosten deutlich nach oben korrigiert: auf 192 000 Euro.

Die Opposition rechnet sogar noch weitere Positionen hinzu. Sie hat richtig gehandelt, indem sie den Ausschuss verlangt und die Ausgaben geprüft hat. Das gehört auch zur Aufgabe einer Opposition. Klar ist jetzt, dass im Rathaus bei der Planung des Stadtjubiläums Fehler gemacht wurden. Die Verwaltung gibt Steuergeld aus, deshalb hätte das Parlament zudem stärker eingebunden und besser informiert werden müssen.

Schade wäre es, wenn vom Stadtjubiläum nur ein großer Streit im Gedächtnis bliebe.

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