Lampertheim

Integration Land bewilligt Unterstützung für Sportvereine

12 000 Euro für Ausrüstung oder Trainerstunden

Lampertheim.Seit 2015 unterstützt das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport mit dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ Städte und Gemeinden, die Sport- und Bewegungsangebote mit Flüchtlingen initiieren. Seit 2016 nimmt die Stadt Lampertheim an diesem Programm teil, weil sie das anvisierte Ziel der Aktion unterstützt: Den Neuankömmlingen soll die Integration in der ihnen fremden Umgebung erleichtert werden.

Für die Koordination ist ein sogenannter „Sportcoach“ verantwortlich, der benannt werden musste. In der Spargelstadt ist das Marius Schmidt, der Vorsitzende der Bergsträßer SPD und Fraktionsvorsitzende der Lampertheimer Sozialdemokraten. Schmidt war es auch, der jetzt im Büro des Ersten Stadtrats Jens Klingler (SPD) über die Zustellung eines weiteren Förderbescheids informierte.

„Das Ministerium hat uns für 2019 12 000 Euro bewilligt, mit denen wir insbesondere die in diesem Bereich engagierten Vereine unterstützen möchten“, sagte Schmidt. 509 Asylsuchende sind aktuell in Lampertheim und seinen Stadtteilen registriert, viele von ihnen nehmen bereits am Sportbetrieb der Clubs teil. Auch das eigene Angebot für die Geflüchteten will die Stadt unterstützen.

„Zumeist sind es Männer, die den Weg in die Clubs finden, Frauen trauen sich das oft nicht. Deshalb möchten wir in den Unterkünften in der Florianstraße ab dem Frühjahr einen Sportkurs für Frauen anbieten“, sagte Schmidt. Ebenso sei ein Schwimmkurs für die Asylsuchenden im Sommer in den Biedensandbädern wieder fest eingeplant.

Unbürokratische Verteilung

Doch der Löwenanteil des Geldes soll den Vereinen zugutekommen. Deren Ansprechpartner ist neben Schmidt auch Horst Schmitt vom städtischen Fachdienst Soziale Sicherung. Der betonte, dass die Hilfen sehr unbürokratisch verteilt würden. Ein Nachweis über die Person, die in Lampertheim gemeldet sein muss, ein kurzer Kommentar zur Aktivität der Person im Verein und gegebenenfalls eine Rechnung genügten. „Ich möchte alle hier aktiven Einrichtungen motivieren, sich zu melden und eine Förderung zu beantragen“, stellte Schmitt eine problemlose Erteilung der Finanzspritze in Aussicht. Dabei sei es egal, ob es sich um Übungsleiterstunden oder den Ankauf von Sachmaterial handele.

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