Lampertheim

Hofheim Im Gebiet Rheinlüssen III und IV entstehen 29 Ein- und Zweifamilienhäuser / Flächen werden seit 13 Jahren ausgewiesen

300 Bewerber für Grundstücke

Archivartikel

Hofheim.In den vierten Abschnitt des Neubaugebietes „Rheinlüssen III+IV“ kommt wieder Bewegung. Die Tiefbauarbeiten konnten im Oktober abgeschlossen werden, so dass die Bagger nun für den Hochbau rollen können.

Insgesamt 29 Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen im Hofheimer Norden, womit die Stadtentwicklungsgesellschaft Lampertheim (SEL) ein Projekt abschließt, dessen Verwirklichung inzwischen schon mehr als ein Jahrzehnt dauert. Genau genommen hat die SEL über 13 Jahre hinweg immer wieder Neubauflächen in dem Stadtteil ausgewiesen. „Es war eine bewusste Entscheidung, die insgesamt acht Hektar große Nettobaulandfläche in fünf Abschnitte aufzuteilen und über mehrere Jahre zu erschließen“, erklärt der Erste Stadtrat und SEL-Geschäftsführer Jens Klingler.

Kanalsanierung notwendig

Der Grund: Zum einen sollte auch die Stadt- und Infrastrukturentwicklung möglichst mit den Bauvorhaben schritthalten. Zum anderen waren für einzelne Abschnitte Kanalsanierungen notwendig.

Bereits 2006 hatte die SEL das erste Ackergrundstück im damaligen Plangebiet „Rheinlüssen II“angekauft und im darauf folgenden Jahr die ersten der 22 Grundstücke dieses Bauabschnittes wieder verkauft. Von da an war die Nachfrage im Stadtteil Hofheim nach Wohnbaumöglichkeiten ungebrochen, so dass in den anschließenden Bauabschnitten weitere 110 Grundstücke veräußert wurden. Stephanie Salis-Becher, verantwortlich für Marketing und Vertrieb bei der Stadtentwicklungsgesellschaft, spricht daher von einer „Fortführung der Erfolgsgeschichte“ im Bezug auf die anstehenden Hochbaumaßnahmen.

2019 wurde mit dem Bau der Lärmschutzwand entlang der Bahnlinie auch ein Teilbereich, der ursprünglich als Gewerbefläche geplant war, in Wohnbauflächen umgewandelt. Dadurch entstanden zwölf neue Parzellen für Häuslebauer. Insgesamt fanden somit rund 140 Familien in Hofheim eine neue Heimat.

Die SEL befindet sich momentan mitten in der Vergabephase der letzten Grundstücke. Aktuell ist die Hälfte der Kaufverträge notariell beurkundet. Der Preis pro Quadratmeter beläuft sich auf 300 Euro, es werden jedoch auch Subventionen für Lampertheimer Familien angeboten. Die mehr als 300 vorliegenden Bewerbungen verdeutlichen die enorme Nachfrage nach den Baugrundstücken.

„Wir haben den dringenden Bedarf nach Wohnbauflächen schon lange erkannt und sind bestrebt, weitere Projekte zu entwickeln“ macht SEL-Geschäftsführer Jens Klinger den Bewerbern, die nicht zum Zuge kamen, etwas Hoffnung. Wie lange dies jedoch noch andauern wird, sei aktuell noch nicht abzuschätzen. fh

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