Lampertheim

Wirtschaft Energieried gibt Anteile von GGEW Trading ab

350 000 Euro nach Trennung

Archivartikel

Lampertheim.Beim Energieeinkauf marschieren der Lampertheimer Versorger Energieried und Anteilseigner GGEW seit 2017 getrennt. Damit verbunden ist die Verschmelzung der Firmentochter GGEW Trading mit dem Bensheimer Unternehmen. Im Gegenzug bekommt Lampertheim Anteile ausbezahlt; deshalb stehen im Haushaltsplan für das kommende Jahr zusätzliche Erträge in Höhe von rund 350 000 Euro. Darüber hat die Stadtkämmerei den Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend informiert.

„Eine rein wirtschaftliche Entscheidung“, sagt Erster Stadtrat Jens Klingler zu diesem Vorgang. Energieried-Geschäftsführer Frank Kaus bestätigt auf Anfrage des Südhessen Morgen: Energieried gehe seit Jahren eigene Wege beim Einkauf von Strom und Gas. Es habe sich gezeigt, dass man selbstständig flexibler reagieren und Marktvorteile nutzen könne. Mit dem entstehenden Neubau an der Wormser Straße und einer personellen Aufstockung sei Energieried auf diese Entwicklung gewappnet.

Gleichzeitig bleibe ein „vernünftiges und gutes Miteinander“ mit dem Anteilseigner GGEW bestehen, betont Kaus, der die Bewerbung um die Ende 2021 auslaufenden Stromkonzessionen eines Teils von Lampertheim und Bürstadts als nächstes unternehmerisches Ziel markiert. Der wichtigste Gedanke dabei: „Wir wollen die Wertschöpfung in der Region halten.“

Beim Neubau in der Wormser Straße hätten sich unterdessen Verzögerungen ergeben, die den gefüllten Auftragsbüchern der Baufirmen geschuldet seien. Kaus rechnet mit einem Umzug nun nicht mehr 2020, sondern für das erste Quartal 2021.

GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann erklärt gegenüber dieser Zeitung, die Ablösung der GGEW Trading von Lampertheim sei aus Kostengründen vollzogen worden. An der Beteiligung von GGEW am Lampertheimer Versorger ändere sich hierdurch nichts. urs

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