Lampertheim

Ferienspiele TC gibt Tipps im Umgang mit Ball und Schläger

40 Kinder schlagen auf

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Im hohen Bogen wirft Finn die gelbe Filzkugel gen Himmel. Er holt er aus und trifft den Ball satt. Wumms! Mit großen Augen verfolgt er den Ball, der im Fangnetz einschlägt. „Das war gut – Tennis ist eben gar nicht so einfach“, lobt Lampertheimer Tennis-Urgestein Robert Lenhardt. „Doch“, hält Finns Kumpel Jan dagegen und sorgt für Lacher, „wenn man’s kann“.

Um das zu lernen, dafür sind die Beiden schließlich hier. Mit etwa 40 Kindern zwischen sechs und elf Jahren schnuppern sie im Rahmen der Ferienspiele beim TC Rot-Weiss Lampertheim in den Tennissport hinein. Der langjährige Pressewart und Tennisspieler Lenhardt zeigt den Jungs auf Platz eins alles, was er weiß und gibt wertvolle Tipps. Mit ihm stehen zeitgleich acht Aktive des Tennisvereins auf den Sandplätzen und schulen die Kinder. „Zuerst teilen wir die Kids je nach Vorerfahrung in verschiedene Gruppen auf“, erklärt Jugendwart Steffen Götz.

Einfache Übungen

Los geht es dann mit einfachen Koordinations- und Ballübungen. Dabei lernen die Jungen und Mädchen den gelben Filzball zu balancieren, ihn die Linie entlang zu prellen oder ihn hochzuhalten. Für Finn und Jan gar kein Problem. Ihnen kann Lenhardt gleich Vor- und Rückhandgriff zeigen. „Das sind nämlich zwei verschiedene Griffe, dafür muss man den Schläger drehen“, erklärt er. Weil die Jungs ihre Sache gut machen, dürfen sie sich dann sogar an der Königsdisziplin Aufschlag versuchen – vorsichtshalber aber in Richtung Fangzäune. Dann gibt es für die Ferienspielkinder erstmal eine Verschnaufpause.

„Bei den Temperaturen auf der roten Asche achten wir auf ausreichend Pausen im Schatten“, betont Götz. Dafür stehen Obst und kühle Getränke bereit. Auf den Plätzen nebenan spielen einige, erfahrenere Kinder derweil weiter. Erste Ballwechsel entstehen, auch ein paar Einzel werden ausgespielt. „Einige sind schon Vereinsmitglied“, weiß Götz. Ob nach den Ferienspielen vielleicht noch ein paar dazu kommen? „Den ein oder anderen sieht man danach schon nochmal wieder auf dem Platz“, berichten er und Organisationspartnerin Stefanie Brückmann.

Deshalb ist der Verein bei der Ausrichtung der Ferienspiele schon seit langem dabei. Ein großer Aufwand bleibt es für die Verantwortlichen dennoch – immerhin sind über ein Dutzend Ehrenamtliche involviert. Ob Jan und Finn wieder kommen? „Wissen wir noch nicht“, sagen sie. Spaß hat es ihnen aber gemacht. ksm

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional