Lampertheim

Energiepolitik Ausschuss befasst sich mit Konzept

67 Millionen in 20 Jahren einsparen

Lampertheim.Mit dem Projekt "Modellstadt 25+ / Lampertheim effizient" wird seit 2012 an einem Planungsinstrument gearbeitet, um den Energieverbrauch in Lampertheim zu drosseln. Gleichzeitig sollen die Forschungsergebnisse in einzelnen Stadtquartieren erprobt werden. Das gesamte Projekt wird von der Energyeffizienz GmbH federführend begleitet. Das frühere SPD-Fraktionsmitglied Philipp Schönberger begleitet das Programm fachlich. Er wird das Handlungsprogramm in der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschusses vorstellen, einschließlich des notwendigen Förderantrags zur Umsetzung in einzelnen Stadtbereichen.

Immerhin geht Schönberger als Autor des Handlungsprogramms zur kommunalen Energiewende und zum Klimaschutz davon aus, dass Lampertheim über ein hohes Einsparungspotenzial bei den Energiekosten verfügt. Schönberger spricht von 67 Millionen Euro, die die Stadt über die nächsten 20 Jahre einsparen könnte. Dies bedeute zehn Prozent der energiebezogenen Kosten.

Förderprogramme in Aussicht

Wichtigste Maßnahmen, um diese Spareffekte zu erzielen, seien der Austausch von Heizungen, die Installation von Photovoltaikanlagen und die Sanierung von Gebäudehüllen. Kosten- und Emissionssenkungen seien etwa durch Nahwärmenetze auf der Basis von Holzhackschnitzeln möglich. Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen der Stadt, so Schönberger, mehrere Förderprogrammen zur Verfügung, einschließlich für die in Erwägung zu ziehende Einstellung eines Klimaschutzmanagers.

Auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschusses am 21. November steht auch ein Konzept für die Sanierung der städtischen Abwasserkanäle. Im Haushaltsplanentwurf der Verwaltung sind für 2018 insgesamt 415 000 Euro eingeplant. Insgesamt aber schätzt die Lampertheimer Bauverwaltung für die Kanalsanierung mit Investitionskosten in Höhe von über 10 Millionen Euro. Plan ist es, jährlich 500 000 Euro für die Kanalsanierung bereitzustellen.

Wie berichtet, hatte das Regierungspräsidium Darmstadt die Stadt zur Vorlage einer Sanierungsplanung aufgefordert. urs

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