Lampertheim

Neuschloß Sicherheitsrisiken im Ahornweg?

Ärger über große Busse

Neuschloss.Der Busverkehr in Neuschloß gibt nach wie vor Anlass zu Beschwerden aus der Anwohnerschaft. Mitte Juni hatte der „SHM“ über eine Sitzung der Bürgerkammer berichtet, in der mitgeteilt worden war, dass das Busunternehmen Müller verstärkt kleinere Busse einsetze, um die Verkehrsbelastungen in den Straßen rund um den Ahornplatz zu senken.

Davon könne keine Rede sein, meint jetzt ein Anwohner aus dem Ahornweg, der namentlich nicht erwähnt werden will. Stattdessen verkehrten auch in der Ferienzeit in weit überwiegendem Anteil große Busse. Der Anwohner hat zudem die Beobachtung gemacht, dass die Busse, die im Uhrzeigersinn durch das Karree führen, oftmals weit ausholten, um die engen Kurvenradien zu bewältigen. Häufig würden aber auch Gehwege geschnitten.

Diesbezüglich sorgt sich der Neuschlosser vor allem um die Sicherheit der Fußgänger. Außerdem hält er das Tempo-30-Gebot angesichts des lebhaften Busverkehrs noch für nicht ausreichend. In Gesprächen mit Ordnungsamt und der Gesellschaft Verkehr und Tourismus Lampertheim (VTL), die den Öffentlichen Personennahverkehr in Lampertheim organisiert, habe er bislang nichts erreicht.

Appell an Anwohner

VTL-Geschäftsführer Bernd Isenhardt erklärt auf Anfrage, in den Schulferien würden durchaus vermehrt kleinere Busse eingesetzt. In Schulzeiten seien aber die größeren Fahrzeuge unverzichtbar. Dass Busse über Gehwege rumpelten, lässt sich laut Isenhardt nicht bestätigen. Er appelliert aber an die Anwohner, ihre Autos so zu parken, dass der Busverkehr nicht behindert wird.

Laut Ordnungsamtsleiter Uwe Becher können die Anwohner ihre Autos im Ahornweg halbseitig auf den Gehweg abstellen. Nur in einigen Lampertheimer Straßen habe das Ordnungsamt an die Anwohner appelliert, ihre Autos wegen der engen Gehwege wechselseitig auf der Straße zu parken.

Der Anwohner im Ahornweg ist vor allem über die Aussage von VTL-Geschäftsführer Isenhardt verärgert, große Busse könnten nicht durch kleinere ersetzt werden. Dagegen hält er an seiner Auffassung fest: „Betriebswirtschaftlichkeit darf nicht vor Sicherheit gehen.“ urs

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