Lampertheim

Mariä Verkündigung Frauen spenden an Kita Schwalbennest

Über finanzielle Hilfe „unheimlich dankbar“

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Die Fenster in den Gruppenräumen sind nicht mehr optimal gedämmt, in den über 40 Jahre alten Bädern zeigen sich an Fliesen oder Fugen die Spuren der Zeit. Die Sanierung der inklusiven Kindertagesstätte ist an so mancher Stelle dringend notwendig, das weiß auch Günther Baus als ehrenamtlicher Vorsitzender der Lampertheimer Lebenshilfe.

Wie schon beim ersten rund 50 000 Euro teuren ersten Bauabschnitt übernehme die Stadt zwar 50 Prozent der Kosten. Als Einrichtungsträger und Gebäudeeigentümer in Erbpacht müsse die Lebenshilfe aber für die andere Hälfte aufkommen. „Das sind für uns enorme Beträge“, erklärte Baus beim Pressegespräch, „wir sind deshalb auf Spenden angewiesen“.

Das blieb von der katholischen Frauengemeinschaft von Mariä Verkündigung nicht unbemerkt. „Ich habe selbst 20 Jahre in der Kita unserer Gemeinde mitgearbeitet und weiß, wie wichtig und zugleich schwierig die Arbeit mit Kindern sein kann“, berichtete deren Vorsitzende Brigitte Hartnagel.

Aus ihren Verkäufen beim Osterbasar sowie Marmeladen- und Likörverkäufen beim Frauenfrühstück haben sie 2000 Euro für die inklusive Einrichtung gesammelt. „Alles selbst gebastelt, gebacken oder gekocht!“, betont die kleine, eingeschworene Truppe. Dabei seien sie selbst auf Hilfe angewiesen, freuen sich besonders über Obst, das anderswo nicht mehr gebraucht wird.

Bestätigung der Arbeit

Über das Engagement der katholischen Frauen war Günther Baus nicht nur „unheimlich froh und dankbar“, er sah es auch als „Bestätigung unserer Arbeit“. Das gelte allen voran für die je 15 hauptamtlich beschäftigten Mitarbeiter in Kita und Frühförderstelle. Bei der Übergabe erklärte er auch, wohin das Geld fließt: „Im ersten Bauabschnitt wurden viele Fenster erneuert. Die Arbeiten gilt es – zusammen mit einem energetischen Konzept – fertig zu stellen. Im zweiten Bauabschnitt wollen wir dann mit den drei Gruppenbädern beginnen“. 50 000 Euro habe man sich gemeinsam mit der Stadt als jährliches Investitionsvolumen für die Bauabschnitte der 43 Jahre alten Kita gesetzt.

Die Einrichtung beherbergt 45 Kinder in drei Gruppen, davon 15 mit Inklusions- oder Integrationsbedarf. Die Kinder selbst freue die Spende ohnehin am allermeisten, hieß es. ksm

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