Lampertheim

Kirchengemeinden Lebendiger Kalender in Stadtteilen

Advent als eine „besondere Zeit“

Neuschloss/Hüttenfeld.Die Adventszeit ist der Moment der vorweihnachtlichen Hektik. Sie ist aber auch die Zeit der Geschichten, der Lieder und der Besinnlichkeit. Daran erinnern die beiden Hüttenfelder Kirchengemeinden und die Johannesgemeinde aus Neuschloß mit einem „Lebendigen Adventskalender“. Das zweite Türchen öffnet sich in der Kindertagesstätte Neuschloß.

Gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Reinald Fuhr hatte die städtische Betreuungseinrichtung im Wachholderweg zu einer musikalischen Zusammenkunft eingeladen. Zunächst stimmen zahlreiche Kinder und Eltern mit „Lasst uns froh und munter sein“ auf den baldigen Nikolausabend ein, Jungen und Mädchen klatschen und singen fröhlich mit.

„Es geht darum, mit anderen Gemeinschaft zu pflegen“, erklärt Pfarrer Fuhr. Kaum eine Zeit stehe so ambivalent gleichermaßen für Stress als auch für besinnliche Auszeiten. Man vergesse schnell, wie schön die Adventszeit eigentlich sein könne. Mit dem ökumenischen Kalender, der inzwischen zum neunten Mal stattfindet, möchten die Kirchengemeinden den Advent wieder „als besondere Zeit ins Bewusstsein rücken“.

Dazu dient in der Kita auch eine kurze Geschichte. Maria Reyes-Perez, deren zwei Kinder in der Einrichtung betreut werden, trägt „Engelszauber im Advent“ von Elke Bräunling vor. Darin erhält die kleine Anna ebenfalls einen ganz besonderen Adventskalender und hat eine Begegnung mit einem Weihnachtsengel. Im Anschluss singen die Kinder „Leise rieselt der Schnee“, bevor Pfarrer Fuhr noch einen Segen spricht. An die Aktionen schließt sich ein zwangloses Beisammensein an. Zur Freude der Kinder gibt es da in Form von Plätzchen auch gleich „was auf den Teller“. Gestartet war das ökumenische Projekt bereits am Samstag im litauischen Gymnasium. Am Mittwoch, 4. Dezember, veranstalten die Konfirmanden an der Gustav-Adolf-Kirche eine Aktion.

Neben öffentlichen Einrichtungen nehmen auch einig Privathaushalte in Hüttenfeld teil, wo der „Lebendige Adventskalender“ seinen Ursprung hat. „Das ist auch die Grundidee“, betont Reinald Fuhr, „Bürger, die ihre Fenster schmücken und zu einer Zusammenkunft auf dem Gehweg oder Hof einladen. Und Menschen, die sich spontan dazu gesellen“. Man sei noch auf der Suche nach weiteren Teilnehmern. Für die solle es aber keineswegs in Stress ausarten. „Ein Lied und eine Geschichte, das reicht schon aus“, so der Geistliche. Essen oder Trinken müsse niemand zubereiten. Eine Veranstaltung dauert etwa 15 bis 20 Minuten. ksm

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