Lampertheim

Kinderbetreuung Familienzentrum setzt auf neue Medien / Erzieherinnen bilden sich fort

Aktionen schweißen zusammen

Hofheim.Nach wie vor sind Kindertagesstätten geschlossen. So auch das katholische Familienzentrum, in dem der Betrieb jedoch keinesfalls still steht. Nachdem mit Ausbruch der Pandemie die Einrichtung für vier Wochen komplett geschlossen war, startete vor gut einem Monat eine Notbetreuung für insgesamt drei Kinder.

Hierauf war das Familienzentrum vorbereitet; es befand sich zuvor über Mailkontakt in regelmäßigem Austausch mit den Eltern. Da sie zum Zeitpunkt der teilweisen Wiedereröffnung noch skeptisch waren, verzichteten zahlreiche Erziehungsberechtigte darauf, Bedarf anzumelden und ihren Anspruch auf Betreuung geltend zu machen. Mittlerweile legt sich die Angst, sodass täglich mehr Kinder zurückgemeldet werden. Dies bereitet Schützlingen und Erzieherinnen gleichermaßen Spaß.

Ein neuer Schichtplan, der von Leiterin Heike Kissel-Eltrop eingeführt wurde, schafft für Erzieherinnen, die selbst der Risikogruppe angehören, derweil kinderfreie Zonen. In diesen dürfen sich maximal zwei Personen aufhalten. Die Kinder wiederum erhalten Betreuung in Kleingruppen, in denen auf entsprechende Abstände geachtet wird. Dennoch ist der Wunsch nach Normalität bei allen groß. Heike Kissel-Eltrop und ihr Team versuchen, die Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen und erledigen Dinge, für die sonst kaum Zeit bleibt. So bestreitet eine der Erzieherinnen eine Online-Fortbildung. Mit fünf anstelle von zehn Teilnehmerinnen wurde im Wochenverlauf zudem eine mehrtägige Martemeo-Fortbildung durchgeführt – eine videogestützte Kommunikationsform als Basis für die Elternarbeit.

Überhaupt wird im Familienzentrum auf die Neuen Medien gesetzt. Täglich werden Videobotschaften für die zu Hause befindlichen Kinder der Kindertagesstätte gedreht. „Da hat sich eine richtiggehende Dynamik entwickelt“, berichtet die Leiterin. Die neuen Maßnahmen und Aktionen, so Heike Kissel-Eltrop, hätten das Erzieherinnenteam noch enger zusammengeschweißt. Intern werden zudem Konzepte für einen möglichen Normalbetrieb Anfang Juni angerissen und ausgearbeitet. Dabei hält sich das Team strikt an die Vorgaben der Kommune. fh

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