Lampertheim

ICE-Trasse Einstimmiges Votum des Stadtparlaments

Alle gegen die Bahn

Lampertheim.Gegen die waldzerschneidende ICE-Neubautrasse wehren sich Stadtverwaltung und Politik gemeinsam. Im Einsatz gegen den Ausbau der wohnortnahen Stromleitung müssen sie sich erst noch finden. Immerhin: In beiden Angelegenheiten sind sich sämtliche Fraktionen einig – die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung gehen vor.

SPD-Fraktionsmitglied Carola Biehal fand es bizarr, dass der Erfinder der nach ihm benannten ICE-Variante, der Mannheimer ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete, Lothar Mark, vor Kurzem für seinen Einsatz zum Schutz des Käfertaler Waldes ausgezeichnet worden sei, die Zerstörung des Lampertheimer Waldes aber offenbar hinnehme.

Bürgermeister Gottfried Störmer berichtete unterdessen von der jüngsten Sitzung des Beteiligungsforums, in dem die Bahn zwei Vorzugsvarianten vorgestellt habe: Die Bündelung mit der A 67 auf östlicher Seite sowie im weiteren Verlauf mit der A 6, und die Mark-Variante, die den Lampertheimer Wald durchschneiden würde.

Bahn lehnt Projektbeirat weiter ab

Die Vertreter der Stadt hätten die Pläne der Bahn umgehend kritisiert, beteuerte der Bürgermeister, zumal die Konsenstrasse der Region – die Bündelung mit der A 67 auf westlicher Seite – nicht zur Debatte gestanden habe. Nun müsse die von Verwaltung, Politik und Bürgerinitiative bevorzugte Trassenvariante abermals in die Diskussion eingebracht werden, zumal die Bahn trotz der Zusage aus dem Bundesverkehrsministerium offenbar einen Projektbeirat weiterhin ablehne.

Zur Unterstützung der Vertreter Lampertheims im Beteiligungsforum sei ein eindeutiges Votum des Stadtparlaments für die Konsenstrasse erforderlich, so Störmer. Dieses Votum erteilten die Fraktionsvertreter einstimmig. urs

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