Lampertheim

Kultur Museumsverein und vhs beleben die Heimatkundlichen Seminare wieder

Alte Schätze bewahren

Lampertheim.Die Organisatoren des Heimatkundlichen Seminars sind schon vom Rennfieber gepackt. Sie bestaunten zum Pressegespräch das Ausstellungsstück „Moped Zündapp Combinette“ im Lampertheimer Heimatmuseum. Sie, das sind: die Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins, Margit Karb, der Leiter des Fachbereiches Bildung, Kultur und Ehrenamt, Rolf Hecher sowie die Mitarbeiterin der Volkshochschule (vhs), Christiane Borchert. Zum Auftakt des wiederbelebten Heimatkundlichen Seminars am kommenden Dienstag, 12. Februar, setzt der Museumsverein in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule die 2006 begonnene Filmreihe mit alten und neuen Lampertheimer Filmen fort.

Den Anfang machen Filme des Ehepaars Krieger. Gerhard Krieger hat die Filme „70 PS für Manfred“, einen Film über Manfred Herweh im Jahr 1982, und „Unser Lampertheimer Grand-Prix-Motorrad-Rennfahrer“ gedreht. Manfred Herweh wurde 1954 geboren. Er war Profi im Motorradsport und feierte in Hockenheim seinen ersten Grand Prix-Sieg. Sein erfolgreichstes Jahr hatte er 1984. Er wurde Vize-Weltmeister. Der Motorrad-Rennfahrer zog sich nach der Saison 1989 zurück.

Von Renate Krieger stammt der Streifen „Ein Jahr im Spiegel“. Er zeigt Feste und Feierlichkeiten in Lampertheim im Jahr 1981. Renate Krieger wird auch bei der Filmvorführung anwesend sein. Ihr Ehemann Gerhard ist verstorben.

Mit der Kamera durch die Stadt

In früheren Jahren gehörte er dem Filmclub der vhs an. Seine filmkünstlerischen Leistungen wurden bei Wettbewerben der Amateurfilmer mehrfach prämiert. In Saarlouis erhielt Gerhard Krieger 1984 den zweiten Preis und in Hockenheim 1986 den ersten Preis.

Die Film-Leidenschaft hatte Gattin Renate ebenfalls gepackt. Sie erinnert sich: „Ich bin das ganze Jahr mit der Kamera durch Lampertheim gezogen, um die Feierlichkeiten zu dokumentieren.“ Mit dieser Dokumentation hat sie anlässlich eines Wettbewerbes in Darmstadt den dritten Platz belegt. Bei den Streifen handelt es sich um das Schmalfilmformat Super 8.

Um die heimatkundlichen Ereignisse zu konservieren, hat der Museumsverein die Filme auf eigene Kosten digitalisieren lassen. Denn das Bewahren ist den Heimatkundlern sehr wichtig. „Wir möchten die gemeinsame Reihe, veranstaltet vom Museumsverein und der vhs, wieder aufleben lassen und ein Stück dazu beitragen, dass altes Wissen und lokale Heimatkunde weitergetragen und vermittelt werden“, betonte Margit Karb. Kulturamtsleiter Rolf Hecher lobte die Arbeit der Vereinsvorsitzenden und ihres Teams sowie seiner Mitarbeiterin Christiane Borchert für die logistische Unterstützung.

Das Heimatkundliche Seminar findet am Dienstag, 12. Februar, 19 Uhr, im Sitzungssaal des Stadthauses statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind zu dem Lampertheimer Filmabend eingeladen.

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