Lampertheim

Ortsbeirat Beginn der Vorplatz-Umgestaltung weiter ungewiss

Am Bahnhof tut sich so schnell nichts

Archivartikel

Hofheim.Mehrere Anfragen an die Verwaltungsspitze hatten die Christdemokraten für die Ortsbeiratssitzung im Hofheimer Bürgerhaussaal vorbereitet, die auf großes Besucherinteresse stieß.

Marco Knecht (CDU) hinterfragte den Sachstand der Verhandlungen mit dem Kreis zur Alten Schule. Bürgermeister Gottfried Störmer führt Gespräche mit dem Kreis, der die Sedanhalle in Lampertheim und die Alte Schule in Hofheim der Stadt im Tausch für die Erweiterung der Schillerschule durch einen Abriss des Parkhauses angeboten hat. Im Haushalt sind 100 000 Euro für die Fachplanung der Neugestaltung des Hofheimer Bahnhofsvorplatzes eingestellt, dessen Sachstand Susanne Volkert (CDU) hinterfragte. Störmer, der pandemiebedingt ein Defizit von einer Million Euro im städtischen Haushalt ausgleichen muss, konnte im Zuge laufender Haushaltsberatungen kein Versprechen geben, die Projektarbeit auf den Weg zu bringen.

Beschwerden zahlreicher Eltern griff Marco Knecht auf, als er die Zustände mit nicht einzuhaltenden Abstands- und Hygienemaßnahmen in überfüllten Schulbussen thematisierte. Störmer verwies auf eine mögliche Kostenübernahme der Landesregierung für den Einsatz zusätzlicher Busse und Bemühungen des Kreises, eine Entschärfung herbeizuführen. Damit wollte sich Ortsvorsteher Alexander Scholl nicht zufriedengeben: „Auch vor Corona waren die Busse schon hoffnungslos überfüllt“, nahm Scholl den Kreis in die Pflicht. Entgangen war offensichtlich allen Beteiligten die Ankündigung des Verkehrs- und Finanzdezernenten Karsten Krug (SPD) vom gleichen Tag in dieser Zeitung, kreisweit bis zu 30 Reisebusse gegen die Überfüllung einzusetzen.

Tonanlage wird erweitert

Eine Erweiterung der neuen Tonanlage in der Trauerhalle regte Martin Bär von der CDU an, um unabhängige Lautstärkeregelungen für den Innen- und Außenbereich umsetzen zu können. Die Realisierung soll laut Störmer noch Mitte des Monats erfolgen. Auch dem Wunsch von Susanne Volkert nach einem Wetterschutz für die von Schülern stark frequentierte Bushaltestelle Ecke Bahnhofstraße/Uhlandstraße entsprach der Verwaltungschef.

Mit einem ganzen Tableau offener Themen konfrontierte Marco Knecht den Bürgermeister, die der entsprechend beantwortete: Für eine Verkürzung des Erdwalls, um eine bessere Übersichtlichkeit im Kreuzungsbereich Heinrichstraße/Karlsbaderstraße zu erreichen, sieht die Verwaltung keinen Bedarf. Die Herstellung einer Parkfläche auf der Westseite des Bahnhofs wird gerade fertiggestellt. Einer Streckenanpassung der Buslinie 601 über Bobstadt und Bürstadt nach Lampertheim mit Wendepunkt am Burgsee erteilte der Bürgermeister aufgrund erheblicher Mehrkosten ebenso eine Absage wie der Anschaffung neuer Tische im Bürgerhaus.

Einstimmig votierten CDU und SPD dafür, die Stadtentwicklungsgesellschaft Lampertheim (SEL) aufzufordern, die Rahmenbedingungen für die Erschließung eines weiteren Baugebietes („Im langen Gräbel“) zu schaffen. Dies beinhaltet neben Verhandlungen mit Grundstückseigentümern auch die Berücksichtigung von barrierefreiem und seniorengerechtem Wohnen sowie das Einhalten von Abständen zur Hochspannungstrasse. Mit Blick auf Prioritäten und laufende Großprojekte machte Störmer dem Ortsbeirat allerdings keine großen Hoffnungen auf eine zeitnahe Umsetzung. fh

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