Lampertheim

Kommunalpolitik Ortsbeirat mit Ergebnissen nicht zufrieden

An der L 3111 schon 978 Autos geblitzt

Archivartikel

Hüttenfeld.Dass auf Hüttenfelds Ortsumgehung L3111 teilweise viel zu schnell gefahren wird, bemängelt der Ortsbeirat dort schon seit langem. Wie oft die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern auf Höhe der Kleingartenanlage aber überschritten wird, davon waren in der jüngsten Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend dann doch alle überrascht.

„Mit Stand vom 27. August gab es an der Radaranlage 978 Verstöße“, teilte Erster Stadtrat Jens Klingler der Versammlung auf Anfrage mit. Damit überschritten seit dem Aufbau des Blitzers Anfang Juni in nicht einmal drei Monaten fast 1000 Autofahrer die Höchstgeschwindigkeit an der Ampelanlage. Ein Autofahrer sei gar so erbost gewesen, dass er den Blitzer mit einem Stein zerstört habe. Das Gerät sei bereits ausgetauscht worden. Klingler erklärte außerdem, dass am dortigen Lärmschutz seitens Hessen Mobil keine Veränderungen geplant seien.

An der L 3111 hat sich das Warten auf den Blitzer für die Hüttenfelder scheinbar gelohnt, in der zweiten Verkehrsfrage der Tagesordnung haben einige Ortsbeiratsmitglieder das Warten aber satt. In einer Verkehrsbegehung mit dem Ordnungsamt hatte die Stadtteilvertretung schon am 1. April des Vorjahres diverse Veränderungen gefordert. Neue Markierungen sollten besonders die angespannte Parksituation an Einmündungen entschärfen.

„Seit anderthalb Jahren läuft nichts“, monierte Kurt Arnheiter. Der Sozialdemokrat wies eine Mitteilung des Ordnungsamts zurück, wonach lediglich die Maßnahmen in der Alfred-Delp- und der Jakob-Müller Straße fehlen würden. Beispielhaft nannte Arnheiter den Rosenweg und Markierungen für einen „sicheren Schulweg“ am Eiscafé Adria, die noch immer fehlten. „Hier ist definitiv noch nicht alles umgesetzt worden“, stellte er klar. An dieser Stelle soll künftig auch eine Tempoanzeige aufgestellt werden. Um die offenen Fragen zu klären, will der Ortsbeirat Ordnungsamtsleiter Uwe Becher zur nächsten Sitzung im November einladen.

Ortsvorsteher Karl Heinz Berg ärgerte sich über Vandalismus in den Bürgerhaustoiletten am Kerwe-Wochenende. „Einige Tollwütige haben alle Urinale verstopft und zum Überlaufen gebracht“, berichtete er. „Die Bürgerhaustoiletten gehören damit als kostenlose und unbewachte Kerwe Toilette wohl der Vergangenheit an“, so die Prognose des Ortsvorstehers. Er teilte ferner mit, dass mehrfach Starkregen zu Überflutungen in den Rückhaltebecken an der Kleingartenanlage führte. Berg regte eine Sanierung der Becken an.

Drei neue Kita-Plätze

Gute Nachrichten gab es indes für Eltern. Aktuell fehlen zwar laut Jens Klingler noch 13 Kita-Plätze in Hüttenfeld, man stocke aber um ein Kind pro Gruppe in der ortsansässigen Kita auf. Die zehn verbleibenden Kinder könnten die Einrichtung in Neuschloß besuchen oder übergangsweise weiter von Tageseltern betreut werden. Zum aktuellen Bauvorhaben des ZAKB konnte der Erste Stadtrat wenig Neues berichten, stellte aber eine Begehung im Frühjahr und den Besuch von ZAKB-Geschäftsführer Gerhard Goliasch zur nächsten Ortsbeiratssitzung in Aussicht. Ferner sei die Rückversetzung der Glascontainer auf den Kerweplatz und die Einrichtung eines Behindertenparkplatzes geplant. Auch eine Stromtankstelle für Elektroautos habe der Ortsbeirat bereits beantragt.

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