Lampertheim

Kindertagesstätte Stadt kooperiert mit St. Michael

Anbau statt Neubau

Archivartikel

Hofheim.Gegen die Stimmen der Grünen hat das Stadtparlament ein Konzept zur Einrichtung einer vierten Betreuungsgruppe in der katholischen Kindertagesstätte St. Michael Hofheim verabschiedet. Demnach schenkt die Stadt der Kirche ein Grundstück und finanziert den Anbau mit 200 000 Euro. Auch die Betriebskosten bleiben bei der Stadt. Daran nahm in der Stadtverordnetenversammlung Gregor Simon (Grüne) Anstoß. Er sprach sich stattdessen für einen Neubau aus, der auch mögliche Bedarfe der Zukunft abdecke.

Ihm widersprach Sozialdezernent Jens Klingler. Finanziell gefördert würden lediglich tatsächliche Bedarfsdeckungen. Simons Vorschlag, einen Bauernkindergarten einzurichten, lasse sich nicht schnell genug realisieren. SPD-Fraktionsmitglied Christiane Krotz warf dem Grünen vor, seine Rede „mit heißer Nadel gestrickt“ zu haben. CDU-Fraktionsmitglied Alexander Scholl sah in der Kooperation zwischen Stadt und Kirche ein Modell zu „vertretbaren Konditionen“. Zudem komme die Kirche der Stadt hierin entgegen.

Laut FDP-Fraktionschef Thomas Bittner hat die Verwaltung glaubhaft versichert, dass es ich hierbei um den richtigen Weg handele. Er bezeichnete es aber als „skandalös“, dass der Kreis, dem die Stadt das Gelände der Alten Schule in Hofheim überlassen habe, damit im Gegenzug „Kasse machen“ wolle. Der Antrag der Grünen, eine städtische Kindertagesstätte in Hofheim zu bauen, wurde im Stadtparlament abgelehnt. Die zusätzliche Einrichtung eines Bauernkindergartens soll nach dem Willen aller Fraktionen im Sozialausschuss beraten werden. urs

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