Lampertheim

Stromtrasse Beteiligte Institutionen beraten im Stadthaus

Angestrebtes Ziel: Eine Trasse für alle Leitungen

Archivartikel

Lampertheim.Bürgermeister Gottfried Störmer ist optimistisch, dass in Sachen Stromtrassen-Verlauf eine gute Lösung gefunden wird. Im Magistratspressegespräch berichtete er von einem Gespräch, zu dem Vertreter des Hessischen Wirtschaftsministeriums, der Bundesnetzagentur und des Übertragungsnetzbetreibers Amprion ins Lampertheimer Stadthaus gekommen waren.

„Wir konnten deutlich machen, wo uns als Stadt Möglichkeiten der Entwicklung durch infrastrukturelle Maßnahmen genommen werden“, sagte Störmer. Die Stadtverwaltung habe aufzeigen können, dass es nur noch drei Gebiete in der Gemarkung gibt, in denen eine Erweiterung der Bebauung möglich ist: das Gleisdreieck, das Gebiet „Im langen Gräbel“ in Hofheim und das Areal am Sportzentrum-Ost. Deswegen sei es umso wichtiger, eine sinnvolle Lösung für den Stromtrassenverlauf zu finden.

Da eine Verschwenkung der Ultranet-Leitung bereits im Raum stehe, sei nun die Frage aufgekommen, ob nicht auch die 380-kV-Wechselstromleitung mitverlegt werden könnte. Die Idee sei, alle Leitungen in einem großen Mastgestänge zu bündeln. „Das wäre hier sinnvoll, auch wenn das dann vielleicht sehr massiv wird“, so Störmer. Die Vertreter der Bundesnetzagentur hätten darauf hingewiesen, dass sich das Planfeststellungsverfahren noch im informellen Bereich befinde. Das formale Verfahren beginne erst, wenn Amprion einen offiziellen Antrag stellt. Dann müsse auch die Bundesnetzagentur Stellung nehmen. Alle Beteiligten seien sich aber einig gewesen, sich lösungsorientiert mit der Sache auseinandersetzen zu wollen, berichtete Störmer.

Das Wirtschaftsministerium habe von anderen Stellen Erfahrungen mit solchen Verschwenkungen, die in die Planungen eingebracht werden könnten, und habe noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig der Landesregierung die Schaffung von Wohnraum gerade im Südhessischen ist. Die Bundesnetzagentur verwies darauf, dass sie einen rechtssicheren Grund für die Verschwenkung brauche, der möglichen Klagen standhalte. Der Verantwortliche der Bundesnetzagentur habe aber erkannt, dass es in Lampertheim „nicht nur um Schönheitsaspekte“ geht, sondern um Aspekte der Stadtentwicklung und Sorgen um die Gesundheit der Bürger so Störmer. Nun sei es wichtig, dass die Bevölkerung die Verschwenkung befürwortet und die Eigentümer der Flächen dem Vorhaben zustimmen und entsprechende Masten auf ihrem Grund dulden. swa

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