Lampertheim

Baumaßnahme Fernleitung wird unter der A 67 neu verlegt / Forstamt: „Waldökologisch vertretbar“

Arbeiten an der Gaspipeline

HÜTTENFELD/NEUSCHLOß.Viele Autofahrer haben sich in den vergangenen Wochen beim Überqueren der Autobahnbrücke zwischen Hüttenfeld und Neuschloß über gefällte Bäume und schweres Gerät gewundert. Zu beiden Seiten der A 67 wurden sogenannte Arbeits- und Schutzstreifen eingerichtet und mit Holzbuhlen ausgelegt, um Arbeiten an der Gaspipeline unter der Autobahn vorzunehmen.

„Es handelt sich um eine Instandhaltungsmaßnahme an der Ferngasleitung MIDAL (Mitte-Deutschland-Anbindungsleitung)“, so Uta Kull vom zuständigen Unternehmen Gascade auf Nachfrage des „Südhessen Morgen“. Die MIDAL ist eine rund 700 Kilometer lange Ferngasleitung, die von Rysum an der Nordseeküste bis nach Südwestdeutschland verläuft. Die Pipeline ist bereits 1993 in Betrieb gegangen, nun soll ein gut 70 Meter langes Teilstück unterhalb der A 67 neu verlegt werden.

„Die Leitung hat einen Durchmesser von 80 Zentimetern und kann mit einem maximalen Druck von 90 Bar betrieben werden“, erklärt Kull. Neu daran ist eine spezielle Beschichtung des Rohrs. Es erhalte eine robuste Glasfaserkunststoff-Beschichtung, die besseren Schutz bieten soll. Nach den Vorbereitungsarbeiten am Forst haben die Tiefbauarbeiten im April begonnen und sollen vorraussichtlich im Juni abgeschlossen sein.

Einige Tage vom Netz

Zum Anschluss der neuen Leitung müsse die bisherige für einige Tage vom Netz genommen werden, heißt es. Zum Investitionsvolumen wollte der Kassler Fernleitungsnetzbetreiber keine Angaben machen, die Kosten trage aber Gascade allein. Zur Rodung der Schutzstreifen stand das Unternehmen in Absprache mit dem Lampertheimer Forstamt. „Ein Antrag zur Waldumwandlung für Baumaßnahmen ging ein und wurde vom Kreis genehmigt“, sagte Bereichsleiter Werner Kluge. Es habe eine Einweisung vor Ort gegeben, Randbereiche seien markiert worden. „Und daran hat sich die Firma gehalten. Der Streifen ist größtenteils nur vorübergehend und wird wieder aufgeforstet. Nur ein kleiner Schutzstreifen muss frei bleiben“, stellte Kluge klar. Deshalb seien die Maßnahmen aus seiner Sicht auch „waldökologisch vertretbar“.

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