Lampertheim

Soziales „Drop In“ in Lampertheim eröffnet / Jeden Montagmorgen Treffpunkt für Eltern, Groß- und Tageseltern mit kleinen Kindern

Auch Familien brauchen Netzwerke

Lampertheim.Als Antje Egle mit ihrer Familie vor einigen Jahren nach Bürstadt zog, kannte sie dort niemanden. Ihre Kinder waren noch ganz klein und die junge Mutter fand am neuen Wohnort keinen Anschluss. An Frauen und Männer, denen es ähnlich geht wie ihr damals, richtet sich das neue, wöchentliche Angebot des Familienzentrums Bensheim in Lampertheim: „Drop In(klusive)“ – eine kostenlose Möglichkeit für Familien, sich gegenseitig kennenzulernen, Spielgefährten für die Kinder zu finden und sich beim gemeinsamen Frühstück auszutauschen. Los geht’s am kommenden Montag, 23. April, von 9 bis 11 Uhr, in der Wormser Straße 10. Eine Elternbegleiterin des Familienzentrums steht Besuchern des Treffs auf Wunsch beratend zur Seite. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei der offiziellen Eröffnung des „Drop In“ durften sich gestern schon einige geladene Gäste in den Räumen in der Wormser Straße/Ecke B 44 informieren und umschauen. Darunter Erster Stadtrat Jens Klingler, der betonte, wie wichtig die Arbeit des Familienzentrums Bensheim auch für Lampertheim sei. Als Beispiel nannte er die Tageselternbörse und die Trägerschaft des Familienzentrums für die neue Kita an der Ringstraße. Dafür bedankte sich der Sozialdezernent und wünschte dem „Drop In“ „viele engagierte Eltern“, die sich dort ebenfalls einbringen dürfen. Die Miete für die Räume übernimmt die Stadt, die hier Eigentümerin ist.

„Wir wollen Eltern helfen, Netzwerke aufzubauen und ihnen Mut geben, ihren eigenen Weg zu gehen“, sagte Katharina Nägele, Geschäftsleiterin des Familienzentrums. Das Angebot richte sich nicht nur an Neubürger, sondern an alle jungen Familien in Lampertheim, die sich (mehr) Kontakt zu anderen Familien wünschen. „Wenn man selbst Eltern wird, heißt das ja nicht, dass die anderen im persönlichen Umfeld auch gerade Eltern werden“, sagte Nägele. Neben der Möglichkeit der Kontaktaufnahme halte das „Drop In“ auch ein „niedrigschwelliges Beratungsangebot“ im Bereich Familie und Erziehung bereit.

Leiterin der Treffen ist übrigens Antje Egle, die sich freut, dass es junge Familien durch das „Drop In“ vielleicht etwas leichter haben werden, als sie es damals hatte. Dabei kann die 38-Jährige nicht nur auf ihre Erfahrungen als Mutter und gelernte Erzieherin zurückgreifen, sondern auch auf die als Leiterin zweier privater Krabbelgruppen. „Die habe ich bei meinen Kindern dann einfach selbst gegründet“, so Egle.

Die Vorsitzende des Familienzentrums Bensheim, Birgit Siefert, freute sich, „dass unsere Angebote auch in Lampertheim Fuß fassen“ und lobte wie Klingler die gute Zusammenarbeit zwischen ihrer Einrichtung und der Stadt Lampertheim. Ebenfalls bei der Eröffnung waren Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, SPD-Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt, Magistratsmitglied Hans Schlatter sowie Bernd Ranko, Fachbereichsleiter Familie und Soziales bei der Stadt.

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