Lampertheim

Jahrgang 1948/49 Reise in die fränkische Schweiz / Besichtigung der Basilika Vierzehnheiligen und eindrucksvolle Stadtführungen

Auf Erkundungstour in Kulmbach

Archivartikel

Lampertheim.Für den Jahrgang 1948/49 begann die jährliche Reise wie immer am Bahnhof Lampertheim. Dort stand ein Bus bereit, der die Reisenden aufnahm, um sie zu ihrem Urlaubsziel, Kulmbach in der fränkischen Schweiz, zu bringen. Kulmbach liegt am Main, etwa 20 Kilometer nördlich von Bayreuth und gehört zu Oberfranken. Auf der Hinfahrt wurde in Würzburg haltgemacht, um mit dem Gästeführer „Schorsch“ die Stadt zu erkunden. In zünftiger Kleidung und fränkischem Dialekt führte dieser die Gruppe durch Würzburg. Am Grabmal von Walther von der Vogelweide gab ein entsprechend gekleideter Künstler ein Lied in mittelhochdeutscher Sprache zum Besten. Nach Ankunft in Kulmbach stand der Nachmittag zur freien Verfügung, und jeder konnte die Stadt auf eigene Faust erkunden.

Am zweiten Tag fuhr die Reisegruppe nach Bad Staffelstein, um die Basilika Vierzehnheiligen zu besichtigen. Die Basilika ist eine Wallfahrtskirche in Oberfranken, die nach Plänen von Balthasar Neumann gebaut wurde und den heiligen 14 Nothelfern geweiht ist.

Am Abend stand eine Bierprobe auf dem Plan, bei der verschiedene Biere probiert und ein deftiges Essen genossen wurde. Ein Gästeführer begleitete am kommenden Tag die Jahrgangsgruppe. Das Ziel war Wonsees mit seinem romantischen Felsengarten Sanspareil. Die bizarren Felsgebilde begeisterten alle Mitreisenden. Weiter ging es zur Basilika Gößweinstein, eine doppeltürmige Barockkirche und das Ziel zahlreicher Pilgergruppen. Hinter der Basilika befindet sich die Grotte von Lourdes, eine Nachbildung des berühmten Wallfahrtsortes in Frankreich.

Am Nachmittag besuchte man Bayreuth und konnte, in Begleitung des Gästeführers, durch die Stadt flanieren. Bayreuth ist Sitz der Regierung von Oberfranken. Weltberühmt ist Bayreuth durch die alljährlich stattfindenden Richard-Wagner-Festspiele im Festspielhaus.

Der kommende Tag sollte die Reisenden nach Mödlareuth führen. 41 Jahre lang verlief die innerdeutsche Grenze zwischen DDR und BRD mitten durch das Dorf. Heute liegt Mödlareuth zu einem Teil in Bayern und zum anderen in Thüringen. Auf der Rückfahrt zum Hotel wurde in Kronach haltgemacht, um die Stadt, aber auch Kaffee und Kuchen, zu genießen.

Am nächsten Morgen trat die Gruppe die Heimreise an. Aber auch hier wollte man den Tag nutzen. Eine interessante Stadtführung, mit Geschichten und Anekdoten, führte kurzweilig zu einer Gaststätte, wo Bambergs Spezialität, das Rauchbier, probiert wurde. Nach Bier und gutem Essen trat die Jahrgangsgruppe die endgültige Heimreise an. Eine unterhaltsame und kurzweilige Reise ging zu Ende. red

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